Mozart, Sämtliche Streichquartette, Leipziger S.

Mozart, Sämtliche Streichquartette

(c) Musikproduktion Dabringhaus und Grimm (Naxos Deutschland )

Mozarts Musik ist weitestgehend bekannt? Mitnichten! Von Mozarts 23 Streichquartetten haben nur zehn den Eingang ins gängige Konzertrepertoire gefunden. Es ist – wieder einmal – das Verdienst des Leipziger Streichquartetts, zu zeigen, dass neben den berühmten „Dissonanzen“- und „Jagd“-Quartetten auch die dreizehn Werke aus der Jugendzeit des Komponisten unbedingt aufs Podium gehören. Das Quartett wurde vor 30 Jahren als Neues Leipziger Streichquartett gegründet und führte den Namen bis zum Jahr 1995. Drei der Quartettmitglieder waren damals als Stimmführer im Gewandhausorchester Leipzig tätig, bis sie 1993 auf eigenen Wunsch ausschieden, um sich vollständig der Kammermusik zu widmen.Die hochgelobte Einspielung findet sich jetzt in einer Sonderedition, zusammen
mit den zehn „großen“ Quartetten – eine Veröffentlichung, die nicht nur Sammlerherzen höher schlagen lässt.

Das Ziel ist der Weg: In der Postkutsche komponierte der junge Mozart seine Quartette – aus Langeweile, wie Vater Leopold nach Hause berichtete.

Selbstverständlich nahm Wolferl die allerneuesten Anregungen aus Mailand und Wien direkt mit auf, und was die jugendfrischen Werke an formaler Perfektion vielleicht vermissen lassen, machen sie mit überbordendem Einfallsreichtum an Themen und Motiven mehr als wett. „Glücksfall für die Kammermusik“, „beglückend“, „atemberaubend“ – die Presse ist voll des Lobes über die Mozart-Interpretationen der Leipziger, und auch international genießen die „first rate performances“ höchstes Ansehen. Die Aufnahme der zehn populären späteren Quartette erlangte schnell Referenzstatus: „Besser kann man Mozarts schwerelosen Gedankenreichtum nicht transportieren.“ Besonderes Schmankerl: In der opulenten 8-CD-Box, die Aufnahmen aus 18 Jahren Leipziger Streichquartett umfasst, kommen mit Andreas Seidel, Stefan Arzberger, Conrad Muck und Tilman Büning alle vier Primarii zum Einsatz. Wie jeder auf seine Art den Ensembleklang prägt, der dennoch unverwechselbar bleibt, ist absolut beeindruckend.

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(c) Magazin Frankfurt, 2018