Blaufränkisches aus dem Mittelburgenland

Das Mittelburgenland ist Österreichs bedeutendstes Anbaugebiet der alten, edlen Rotweinsorte Blaufränkisch. In Deutschland ist die Sorte meist als Lemberger bekannt, doch seine besten Ergebnisse hat er in Österreich oder als Kékfrankos im benachbarten Ungarn, wo das große Potential auch von internationalen Weinexperten wie Jancis Robinson und Robert Parker hoch gelobt wird. Die Kollegen von Falstaff Österreich haben die aktuellen Weine der Jahrgänge 2011 und 2012 verkostet und bewertet. Die besten Ergebnisse konnten dabei die VITIKULT Winzer für sich verzeichnen. Der Name steht seit 2004 für besten Blaufränkisch. Acht Winzer aus dem Mittelburgenland verfolgen damit ein gemeinsames Ziel, um die Qualität durch intensive Zusammenarbeit, Naturbewusstsein, nachhaltige Produktion zu steigern und dem Verbraucher Genuss auf höchster Ebene und faire Preise zu bieten.

Mitgleid der Initiative sind die Weingüter Gager, J. Heinrich, Josef Igler, K+K Kirnbauer, Rotweine Lang, Rotweingut Prickler, Josef & Maria Reumann und Juliana Wieder. Sie alle widmen sich mit ganzer Leidenschaft den VITIKULT Grundprinzipien - mit großem Erfolg. Wir haben zwei der Siegerweine verkosten können, den 2011er Blaufränkisch Classic vom Weingut Josef Reumann, der mit 91 Punkten bei DAC Classic den ersten Platz erzielte und den mit 94 Punkten Zweitplatzierten bei der DAC Reserve, den 2011er Blaufränkisch L1 Reserve von Rotweine Lang.

Die Reumann-Weine zeigen einen unverwechselbaren Charakter, blitzsaubere Sortenstilistik und vielschichtige Aromakomponenten, die dem Weingut bereits viele nationale wie internationale Auszeichnungen einbrachten. Der 2011er Blaufränkisch Classic für 7,50 € zeigt feine Gewürznoten, erdige Anklänge und einen Kirsch-Schoko-Duft.

Am Gaumen schmeckt er würzig-erdig, zeigt reife Kirsche und bietet mit saftigen, weichen Tanninen einen schönem Trinkfluss und eine guter Balance. Flagschiff für 18,50 € ist die Cuvée 'Phoenix', mit dem Josef Reumann sein Meisterstück abliefert. Auch Andrea und Stefan Lang vom Rotweingut Lang haben den Blick stets nach vorne gerichtet, halten aber an alten Werten trotzdem gerne fest, denn sie wissen, was ihnen beim Weinbau wichtig ist. Ihr 2011er Blaufränkisch L1 Reserve zeigt sich mit jugendlicher Farbe, nuanciertem Bukett. Er zeigt eine zart-rauchige Note, dunkelbeerige Frucht und ein enormes Protenzial und ist ein vielseitiger Speisenbegleiter. Im Blaufränkischland erreicht man mit großer Leidenschaft, starkem Potential und winzerischer Höchstleistung ausgezeichnete Weine und die VITIKULT Winzer können sich stolz als Blaufränkisch Aushängeschild verstehen. Mehr Blaufränkisch geht kaum!

(c) Magazin Frankfurt, 2018