Architektonische Franche-Comté

Auf den Spuren berühmter Architekten und Bauherren wandeln Gäste in der Franche- Comté im Osten Frankreichs an der Grenze zur Schweiz. In dem kleinen Ort Ronchamp kommen beispielsweise Liebhaber moderner Architektur voll auf ihre Kosten. Oberhalb der Stadt hat der Visionär und Baumeister Le Corbusier in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts die Kapelle Notre-Dame du Haut erschaffen.

Mit ihren eigenwilligen Formen, den Türmen und dem geschwungenen Betondach gilt sie heute als Architekturikone www.chapellederonchamp.fr.

In dem Paketangebot „Architektur-Wochenende in Ronchamp" ist neben dem Eintritt in die Kapelle auch der Besuch im nahen Schloss Oricourt enthalten, eines der besterhaltenen Zeugnisse mittelalterlicher Militärarchitektur in Frankreich. Im Preis ab 90 Euro pro Person ist außerdem eine Übernachtung im Doppelzimmer in einem Logis de France-Hotel mit Halbpension inbegriffen.

Saline-Royale

Ein einmaliges Bauwerk der Industriearchitektur des 18. Jahrhunderts sind die königlichen Salinen von Arc-et-Senans. Beeinflusst durch die Ideen der Aufklärung plante hier der Architekt Claude-Nicolas Ledoux die ideale Stadt. Errichtet wurden elf Wohngebäude für die Salinenarbeiter, die sich halbkreisförmig um das imposante Domizil des Direktors anordnen. Das einzigartige Ensemble steht heute auf der Liste des UNESCO- Weltkulturerbes (www.salineroyale.com und www.unesco.org). Eine Übernachtung in der Anlage ist für 99 Euro pro Person im Doppelzimmer mit Frühstück buchbar.

Das Paket umfasst darüber hinaus ein Abendessen samt Aperitif, den Eintritt in die Salinen, ein Willkommensgeschenk, das in einer der Käsereien der Umgebung abgeholt werden kann, sowie die Besichtigung von vier der 15 großen Sehenswürdigkeiten des Département Doubs. Zur Auswahl stehen die Grotte von Osselle, der Pavillon der Wissenschaften in Montbéliard, das Courbet Museum in Ornans, das Schloss von Joux und mehrere Museen in Besançon.

Schloss Joux

Das Schloss von Joux wurde im 11. Jahrhundert erbaut und im Jahre 1678 durch den großen französischen Festungsbaumeister Vauban als Grenzfestung erweitert. In exponierter Lage erhebt sich das Bauwerk am Eingang der Schlucht von Pontarlier in einer Höhe von 967 Metern oberhalb eines natürlichen Engpasses.

Es diente in seiner mehr als tausendjährigen Geschichte nacheinander als Fort, Gefängnis und Museum. Zahlreiche Gefangene saßen hier ihre Strafe ab, darunter der Graf von Mirabeau - Vorkämpfer der französischen Revolution, der Dichter Heinrich von Kleist sowie Toussain Louverture, erster schwarzer General der französischen Armee (www.chateaudejoux.com).

Besancon

Zeugnisse des Wirkens von Vauban sind auch in Besançon zu bewundern. Der „Sonnenkönig" Ludwig der XIV. ließ von ihm oberhalb der Stadt eine gigantische Zitadelle bauen. Die elf Hektar große Anlage gilt heute als das beliebteste Touristenziel der Region und beherbergt mehrere Museen, Wechselausstellungen und einen Zoo.

Ein Spaziergang über die Festungsmauern eröffnet eindrucksvolle Ausblicke auf die Hauptstadt der Franche-Comté und ihre außergewöhnliche Lage innerhalb einer Flussschleife des Doubs (www.citadelle.com).

Belfort

Auf das imposante Denkmal eines berühmten Bildhauers sind auch die Bewohner von Belfort stolz: Als Wahrzeichen der Stadt gilt der monumentale Löwe, der hier von 1875 bis 1880 an der Felswand unterhalb der Festung entstand.

Der Erbauer der New Yorker Freiheitsstatue Bartholdi hat das 22 Meter lange und über zehn Meter hohe Tier aus dem Sandstein der Vogesen erschaffen. Das Denkmal erinnert an die Tapferkeit der Bürger im Deutsch-Französischen Krieg (www.ot-belfort.fr).

(c) Magazin Frankfurt, 2017