Girl House - Töte was Du nicht kriegen kannst

In punkto Schönheit und Intelligenz kann es Kylie Atkins (Ali Cobrin) mit den meisten anderen College-Studentinnen locker aufnehmen. Leider fehlt es der jungen Frau aber an Geld, das sie für ihr Studium dringend benötigt. Auf der Suche nach einer Alternative beginnt sie als Webcam-Girl und nimmt am Projekt "Girlhouse" teil, für das - da kommen Ernnerungen an Big Brother auf - in einer abgelegenen, für Zuschauer unbekannten Villa mehrere junge Frauen versammelt werden, die sich vor den zahlreichen installierten Videokameras ausziehen. Zu den Damen, die damit eine Stange Geld machen wollen, gehören Janet (Chasty Ballesteros), Devon (Alyson Bath), Mia (Nicole Fox), Kat (Alice Hunter) und Heather (Elysia Rotaru). Schnell erregt Kylie die Aufmerksamkeit eines Users namens "LoverBoy" (Slaine) – und setzt damit eine verhängnisvolle Ereigniskette in Gang. Als Kylies Kolleginnen sich einen Streich auf LoverBoys Kosten erlauben, lässt der es nicht einfach auf sich sitzen, sondern will Rache. Mit seinem Fachwissen macht er den Standort der Villa ausfindig und die Bewohnerinnen müssen nun um ihr Leben kämpfen. Der Zuschauer am Bildschirm kann dabei alles mitverfolgen…

Webcam-Girls treffen auf „Scream”. Trevor Matthews ist ein Horror-Experte und mit dem Film wollte er als Regiedebüt einen „Slasher-Film für das digitale Zeitalter” schaffen. Das gelingtihm ebenso kompromisslos wie unterhalt und die dabei gesichteten Klassiker wie „Halloween“ oder „The Texas Chainsaw Massacre“ haben ihm dabei sicherlich geholfen. Aber der Film zeigt auch hautnah die Gefahren des Internets auf. Der Film ist nicht nur ein optisches Vergnügen für Splatter-Fans, Zuvor gibt Matthews „Loverboy“ und den Zuschauern auf der Kinoleinwand oder beim Heimkino die Chance die leicht bekleideten Girls in ihre WG mit Pool und Sauna zu bestaunen und zieht dann die Spannungsschraube bis zum spektakulären Showdown an. Nicht jede Bewohnerin wird das Haus dabei lebend verlassen… Schade um die sexy Mädels, doch ihre Verabschiedung ist absolut sehenswert.

(c) Magazin Frankfurt, 2020