Auf der Jagd nach Italiens edlen Pilzen

Auf der Trüffeljagd

(c) To Toskana

Trüffel gefunden

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In der Trüffel-Liga weltweit ganz vorne

Stolz ist man im Herzen Italiens auf die lange Trüffel-Jäger-Tradition. Nur lizenzierte Trüffeljäger dürfen sich mit ihren Vierbeinern auf die Suche nach den begehrten unterirdischen Knollen machen. Der italienische Wasserhund „Lagotto Romagnolo“ gilt als der perfekte Trüffelfinder, der seit Ende des 19. Jahrhunderts dafür eingesetzt wird. Mit seiner besonderen Spürnase schafft es der kleine, kräftige Hund, die unteridischen Knollen auch aus mehreren Metern Entfernung zu erschnüffeln. Trüffel sind ein reines Naturprodukt, keine Züchtung schaffte es bisher ernsthaft "Plantagen" anzulegen und so verscht man Trüffelhaine mit Sporen zu impfen und dann die sich natürlicherweise unter Baumwurzeln versteckenden Pilze zu finden. Der „König“ aller Trüffel ist die weiße Knolle, die man im Piemont, den Marken, Umbrien aber auch rund um die Region San Giovanni d‘Asso, 40 Kilometer südöstlich von Siena und in San Miniato, einem hübschem Dorf in der Provinz Pisa findet. Bis zu 4.000 Euro zahlen Feinschmecker für ein Kilo dieser Delikatesse.

Dem Geheimnis der Knolle auf der Spur

Es ist deshalb ein ganz besonderes Erlebnis bei einem Toskana-Urlaub, einen der einheimischen Trüffeljäger bei einer Tour zu begleiten, am besten zwischen Oktober und Dezember. Massimo Cucchiara ist nicht nur Trüffelexperte und fachkundiger Jäger, er kommt zudem aus einer Familie, die sich seit vielen Jahren mit der wertvollen Knolle beschäftigt und alle ihre Geheimnisse kennt. Bei einer seiner Touren führt er Gourmetfreunde auch an die Stelle, an der 1954 der bislang größte Trüffel der Welt gefunden wurde. Und natürlich zeigt Massimo den Gästen auch, was man mit dem wertvollen Fund kulinarisch alles zaubern kann. Das Aroma der Knollen ist so intensiv, dass schon eine kleine Menge einem Gericht die besondere Note gibt. Auch um Tipps, wie man Nachahmer-Produkte erkennt, ist Massimo nicht verlegen. „Hände weg von stark nach Trüffel riechenden Gerichten – die sind meist mit synthetischen Trüffelölen angereichert und haben rein nichts mit der eigentlichen Delikatesse gemeinsam“, sagt der Experte.

Hochsaison für Pilz-Liebhaber

Wer auf eigene Faust los ziehen will, der darf zwar nicht nach unterirdischen Pilzen graben, aber auch oberhalb des Waldbodens wächst in den toskanischen Wäldern kulinarisch Vortreffliches. Nach ein paar Tagen Regen und ein wenig Sonne schießen die Pilze nur so in die Höhe. Als Ausrüstung genügt ein Korb, eine kleines Messer und eine Landkarte, damit man sich nicht verirrt. Es macht Spaß, durchs Herbstlaub zu rascheln und man freut sich wie ein kleines Kind über jeden „porcino“, der zwischen Moos, Laub und Nadeln auftaucht, den ab Ende August bis Oktober ist Pilze-Zeit. Steinpilze („porcini“) gelten als geschmackvollste Sorte, aber auch aus Honigpilzen („chiodini“) oder Kaiserlingen („ovoli“) lassen sich hervorragende Pilzgerichte zaubern.

Mitten drin statt nur dabei

Mitten drin in dieser bezaubernden Trüffel- und Pilzgegend bietet der Ferienhausspezialist To Toskana charmante Unterkünfte an. Hier kommt eine kleine Auswahl:

Colle di Sotto ist ein schön eingerichtetes Landhaus mit privatem Pool auf dem Hügel mit herrlichen Ausblicken auf das darunter liegende Tal. Weinberge und Olivenbäume machen es zu einem traumhaften toskanischen Urlaubsort. Die 100 Quadratmeter erstrecken sich über mehrere Ebenen und bieten Platz für bis zu vier Personen, auch Hunde sind willkommen. Zum Trüffelort San Miniato sind es nur 15 Kilometer. In der gut ausgestatteten Küche mit Gasherd lassen sich Trüffel, Pilze und andere Köstlichkeiten wunderbar zubereiten.

Auf stolze 480 Quadratmeter bringt es die Villa Montalbano mit eigenem Pool in der Nähe von Vinci, dem Geburtsort des berühmten Leonardo da Vinci. Mit sechs großzügigen Schlafzimmern und fünf Badezimmern für 12 bis 14 Personen ist es das perfekte Urlaubshaus für einen Freundeskreis oder mehrere Familien. Das zweistöckige Anwesen ist auf drei Seiten von einem gepflegten Garten mit Blick ins Tal umgeben. Auch von hier ist es zum Trüffelsuchen und -essen nicht weit: San Miniato ist mit dem Auto in zirka 20 Minuten zu erreichen.

Das Ferienhaus Tribbio mit privatem Pool hingegen liegt nur zwei Kilometer entfernt von der Trüffelhochburg San Giovanni d‘Asso. Das schön restaurierte Haus ist mit typischen Terracottafliesen und Holzbalkendecken ausgestattet. Fünf Schlafzimmer und ebensoviele Bäder bieten auf 300 Quadratmetern reichlich Platz für bis zu zehn Feriengäste. Die Eigentümer stellen neben Wein und Olivenöl auch Trüffel-Produkte aus der Region her und lassen ihre Gäste gerne probieren. Auch arrangieren sie gerne in Zusammenarbeit mit dem Anbieter „Truffle in Tuscany“ die Teilnahme an einer Trüffeljagd mit dem Trifulau Massimo Cucchiara, je nach Lust verbunden mit einem Kochkurs oder einer Weinprobe.

Tribbio

(c) To Toskana

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(c) Magazin Frankfurt, 2017