Puccini, La Boheme

Puccini, La Boheme

(c) Arthaus Musik

Die in der Aufführungsgeschichte des Bühnenwerks kaum Parallelen aufweisende Partnerschaft von Mirella Freni und Luciano Pavarotti bewies sich zum wiederholten Male in der gemeinsamen Produktion des Werks, die am 19. November 1988 an der San Francisco Opera ihre Premiere feiern konnte. Genau einundzwanzig Jahre vorher, nämlich 1967, hatten die beiden unvergleichlichen Ausnahmeinterpreten ihr Debüt in San Francisco in eben den gleichen Rollen bestritten. Aus dem Jahr 1973 erinnern sich manche Opernliebhaber noch an die Einspielung mit dem Berliner Philharmonikern unter der Taktführung Herbert von Karajans. Jetzt kommt die Einspielung der Inszenierung von Francesca Zambello mit den beiden Stars und Gino Quilico als Marcello, Nicolai Ghiaurov als Colline, Stephen Dickson als Schaunard und Sandra Pacetti als Musetta erstmals in einer Qualität der Aufnahme auf den Markt, wie sie einst live im Konzertsaal klang.

Das genau bietet das neue High Resolution Audio, bei dem Musik analoger Aufnahmen in ihrer ursprünglichen Klangqualität zu Gehör gebracht wird. Damit sind erstmals neben HD-Video auch hochaufgelöste Klänge in perfekter Qualität oder High Resolution Audio zu hören. Diese technische Errungenschaft ist nicht zuletzt auf Grund der enormen Speicherkapazität der Blu-ray realisierbar geworden. Für die technische Umsetzung hat das Hallenser Postproduktionsunternehmen digital images die erstklassigen Studiomasterbänder aus den Rundfunk- und Fernseharchiven nicht wie bisher auf 48 kHz heruntergerechnet sondern 1:1 kopiert und mit einer Auflösung von 24 Bit in 192kHz abgetastet - eine nahezu exakte Reproduktion des analogen Klanges. Der italienische Dirigent Tiziano Severini steht mit seiner leidenschaftlichen Interpretation von Puccinis Musik mit dem hauseigenen Orchester in Nichts nach.

(c) Magazin Frankfurt, 2018