Adam/Pepita, Giselle

Adam/Pepita, Giselle

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Giselle ist das bekannteste Ballett des Komponisten Adolphe Adam und einer der absoluten Hits der gesamten Ballettliteratur, nicht nur in Frankreich, wo ich das Ballett erstmals erlebte. Das romantische Ballett in zwei Akten entstand nach einem Libretto Théophile Gautiers, der dafür durch die Sage der Wilis von Heinrich Heine inspiriert wurde. Es handelt sich dabei um junge Frauen, die vor ihrer Hochzeit gestorben sind. Da die Tanzlust in ihren toten Herzen weiterschlägt, verlassen ihre Geister des Nachts ihre Gräber, um an Wegkreuzungen zu tanzen. Wenn sie dabei eines Lebenden habhaft wurden, tanzen sie so lange und wild mit ihm, bis er tot umfällt. Die Musik Adolphe Adams wurde für Marius Pepitas die Petersburger Fassungen von Marius Petipa wurden durch Léon Minkus eingefügt.

Die erste Giselle war Carlotta Grisi. Ihr Lebenspartner Jules Perrot entwarf für sie die komplette Choreografie. Jean Coralli zeichnete für die restlichen Gruppen- und Solotänze verantwortlich. Der erste Albrecht war Lucien Petipa, der Bruder von Marius Petipa.Das Stück zählt nach wie vor zu den Alltime Classics und gehört deshalb ins Repertoire einer jeden Balletttruppe rund um den Globus. Die Fassung, die wir als Blu-ray und DVD vom renommierten Londoner Royal Ballet zu sehen bekommen, beruht auf Marius Petipas letzter Petersburger Fassung von 1887, der wohl bekanntesten Inszenierung dieses Ballettklassikers. Geboten wird hier kurz gesagt also die klassische Giselle-Inszenierung schlechthin mit der Crème de la Crème der aktuellen Tanzwelt aus dem Ballett-Mekka Westeuropas.

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(c) Magazin Frankfurt, 2017