Schönheit und Sauberkeit lassen Kassen klingeln

Für Schönheit und Haushaltspflege gaben Verbraucher 2015 in Deutschland deutlich mehr Geld aus als im Vorjahr. Nach einer vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) veröffentlichten Prognose können sich beide Produktsparten über ein Wachstum von 2,4 Prozent freuen. Sie liegen damit deutlich über der im Herbstgutachten der Bundesregierung erwarteten volkswirtschaftlichen Gesamtleistung von 1,8 Prozent.

Den Hochrechnungen zufolge setzt der deutsche Einzelhandel mit Schönheitspflegemitteln rund 13,4 Milliarden Euro um - 300 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Stärkste Umsatzbringer sind dabei Haarpflege- sowie Haut- und Gesichtspflegemittel, die je drei Milliarden Euro beitragen. Während die Haarpflege ihr hohes Niveau fast unverändert hält, legen Cremes, Lotionen & Co um fast fünf Prozent zu.

Weitere Wachstumstreiber sind die Dekorative Kosmetik, Bade- und Duschzusätze, Mund- und Zahnpflegemittel sowie Seifen und Syndets. Ebenfalls steigende Werte weisen Babypflege, Herren- und Damendüfte aus. Niedrigere Umsatzzahlen ermittelte man bei Deodorantien, Aftershaves und Rasierpflege- sowie Enthaarungsmitteln.

Für Produkte zum Waschen, Putzen und Reinigen wird im Einzelhandel ein Zuwachs von 100 Millionen Euro auf rund 4,5 Milliarden Euro erwartet, wobei Universal-/Voll- und Colorwaschmittel mit einem Zuwachs von 1,2 Prozent den größten Anteil haben. Ebenfalls zulegen können Fein- und Spezialwaschmittel, Waschhilfsmittel und Weichspüler. Den stärksten prozentualen Zuwachs können Reinigungsmittel und Raumdüfte verzeichnen. Auf Vorjahrsniveau bewegen sich Wohnraum-, Leder- und Autopflegemittel. Auch für das kommende Jahr geht der IKW von einer weiterhin positiven Entwicklung aus.

(c) Magazin Frankfurt, 2017