Intel präsentiert Profi-Drohne Falcon 8+

Josh Walden Senior Vice President Intel

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Anfang des Jahres hatte sich der amerikanische Prozessorhersteller Intel den 2007 gegründeten deutschen Drohnen-Hersteller AscTec aus dem oberbayerischen Krailling einverleibt. Dessen Profi-Drohne Falcon 8 hatte schon international in Europa und Asien für Aufsehen gesorgt, war allerdings an den strengen Zulassungskontrollen Nordamerikas gescheitert. Doch inzwischen hat das deutsche Entwicklerteam weitergetüftelt und die bestehenden Lücken im Zulassungsprofil gefüllt: das Ergebnis ist die Falcon 8+, die kürzlich auf der Intergeo, der Fachmesse für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Der Multicopter ist speziell für den Einsatz im professionellen Umfeld angelegt und richtet sich primär an Industrieanwender, die Drohnen zur Inspektion und Vermessung einsetzen. Der Hersteller ist stolz auf die Verbesserungen, die alle flugrelevanten Komponenten mehrfach enthält und damit ein sehr hohes Maß an Ausfallsicherheit mit sich bringt. Laut Josh Walden, dem Senior Vice President und General Manager der Intel New Technology Group, kann die Drohne auf ein ausgezeichnetes Gewicht/Nutzlast- Verhältnisse verweisen. Acht Motoren mit jeweils bis zu 125 Watt Leistung bringen den Octocopter in V-Form in die Luft, wobei er bis zu 0,8 kg Nutzlast mit sich führen kann. Zwei eigene Powerpack Akkus sorgen für Flugzeiten von bis zu 26 Minuten, wenn die Rahmenbedingungen wie Batterieladung, Nutzlast, Temperatur und Wetter mitspielen.

Fast idiotensicher ist das mitgelieferte Cockpitsystem mit eigenem Outdoor-Tablet, dessen Display gegen Spritzwasser geschützt und damit auch bei widrigen Wetterverhältnissen jederzeit lesbar ist. Es kann die mit bis zu 1080p gestreamten Full HD-Videos der Drohne in hoher Qualität wiedergeben. Trotz des geringen Eigengewichts kann die Drohnen auch bei Wind bis zu 16 Metern pro Sekunde sicher fliegen, was einem "steifen Wind" der Windstärke 7 entspricht, und dabei die Position zentimetergenau nach GPS-Vorgaben halten. Ein dreifach verbauter Autopilot und die gleiche Anzahl an Trägheitsnavigationssystemen verhindern Ausfälle und lassen sich auch durch Magnetfelder nicht beirren. Mit der Steuerung kann man die Drohne so direkt und präzise kontrollieren. Zur Steuerung über den Joystick reicht eine Hand aus, weshalb die zweite Hand stets für die Steuerung der auf der Drohne angebrachten Kamera verwendet werden kann.

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(c) Magazin Frankfurt, 2017