Monsieur Killerstyle

Monsieur Killerstyle

(c) Edel Media

Georges (Jean Dujardin) steigt aus seinem Auto aus. Ein Blick in sein tankendes Spiegelbild sagt ihm: etwas ist falsch. Fundamental falsch. Die JACKE. Eine alltägliche Cordjacke. Sie ist so gewöhnlich, dass er sie sofort im Tankstellenklo ertränken muss. Also kauft sich Georges eine neue Jacke, eine, die nun wirklich zu ihm passt: aus 100% Hirschleder, mit Fransen und mörderstylisch. Ein echter Killerlook. Die Jacke ist soooo todschick, dass Georges der Meinung ist, es dürfe daneben keine anderen Jacken geben. So was kennen wir ja schon von der Religion. Je länger Georges sich im Spiegel betrachtet, desto sicherer ist sich George, dass es das auch umsetzen sollte. Georges und seine Jacke entwickeln einen Plan, der tödlich ist und dabei auch noch gut aussieht. Mit Hilfe der Hobby-Cutterin Denise (Adèle Haenel) dreht er einen Film über den Siegeszug seiner Robe, die ein spektakuläres Eigenleben entwickelt.

Die Story ist reichlich grotesk, doch Frankreichs vielbeachtetes Regie-Wunderkind Quentin Dupieux hat sichtlich Freude daran und lässt die Säbel rasseln. Der Film wurde in Cannes als Eröffnungsfilm der Quinzaine des Réalisateurs präsentiert und lotet die Anziehungskräfte zwischen Subjekt und Objekt aus und schickt seine kongenial von Oscar-Preisträger Jean Dujardin verkörperte Hauptfigur auf eine höchst amüsante und stilsicher inszenierte Umlaufbahn. Tödlich schräg, perfekt kalkuliert. Ein Film, in dem alles möglich ist.

Monsieur Killerstyle, Quentin Dupieux, Jean Dujardin, Adèle Haenel, Koch Media, Komödie, 77 Minuten, ASIN B08BDYYMFP, 24.09.2020, 15,50 Euro

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(c) Magazin Frankfurt, 2020