Elizabeth Harvest

Elizabeth Harvest

(c) Capelight

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Die frisch verheiratete junge Elizabeth (Abbey Lee) bestaunt das prachtvolle Anwesen ihres vermögenden Ehemannes Henry (Ciarán Hinds), der ein brillanter Wissenschaftler und Träger des Medizin-Nobelpreises ist. Henry legt seiner frisch angetrauten und sehr viel jüngeren Model-Frau die Welt zu Füßen. Mit allerlei Speisen und romantischen Ideen verzückt er sie – und auch die Hausmanagern Claire (Carla Gugino) und der blinde Gärtner Oliver (Matthew Beard) begegnen ihr mit größtem Respekt. Doch von Anfang an spürt Elizabeth, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Henry verwischt solche Zweifel jedoch stets. All der Reichtum gehöre nun auch ihr, sie dürfe alles benutzen und tun, was sie wolle – mit einer einzigen Ausnahme: Es gibt einen Raum, dessen Zutritt Elizabeth unter allen Umständen verboten ist. Aber genau damit ist natürlich Elizabeths Neugierde geweckt. Als Henry geschäftlich verreist, nutzt sie ihre Chance und betritt den von einer blauschimmernden Tür verschlossenen und für sie verbotenen Raum. Was sie mal besser nicht getan hätte...

Klingt eigentlich alles ganz logisch. Es ist doch vorhersehbar, dass Elizabeth die Tür öffnen wird. Doch so einfach machen es sich die Macher nicht. Regisseur und Drehbuchautor Sebastian Gutierrez schafft schon lange vor dem Finale einen gekonnten Twist, mit dem er den Zuschauer verwirrt. Und damit geht es weiter. Wie wird es weitergehen? Immer wieder schafft er es den Zuschauer erneut vor Rätsel zu stellen. Schnell fühlt sich der sich an Fifty Shades of Grey erinnert, nur ist dies eine Schmuseversion des abgründigen Verlangens von Henry. Dem aus Games of Throne bekannten Ciarán Hinds scheint seine Rolle als genialistisches Monster sichtlich Spaß zu machen, der seine Boshaftigkeit nicht nur verbal auslebt. Insgesamt ist Gutierrez ein wendungsreicher und cleverer Film gelungen, der Mystery-Fans voll zufriedenstellen dürfte.

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(c) Magazin Frankfurt, 2018