Die stille Revolution

Stille Revolution

(c) Mindjazz

Unsere Arbeitswelt steht vor einem nachhaltigen Kulturwandel., denn alte Denkmuster und Verhaltensweisen brechen auf, junge Menschen sehnen sich nach mehr Menschlichkeit und Sinn in ihrem Arbeitsumfeld. Doch wie gehen wir mit dieser Herausforderung um? Gelingt gelingt uns der Wandel von der Ressourcenausnutzung hin zur Potenzialentfaltung? Worin liegt der Sinn unseres unternehmerischen Handelns und wo bleibt der Mensch dabei?

Mit seinem beeindruckenden Film schafft Regisseur Kristian Gründling ein berührendes Spiegelbild der sich wandelnden Arbeitswelt- beispielhaft erzählt an der Geschichte eines unbeliebten Hotelunternehmers der sich selbst in Frage stellt. Gespräche mit führenden Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft begleiten seine Beobachtungen. So kommen unter anderem der Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther zu Wort, Pater Anselm Grün als Autor von „Führen mit Werten“, dem früheren Lufthansa- und Telekom-Vorstand Thomas Sattelberger, brandeins Mitbegründer Wolf Lotter und sem simplfy-Papst Werner Tiki Küstenmacher. Herausgekommen ist dabei ein berührendes Spiegelbild der sich wandelnden Arbeitswelt.

Als Basis griff Gründing auf das gleichnamige Buch von Bodo Janssen zurück. Der charismatische 43-jährige Inhaber der Hotelgruppe Upstalsboom hatte bei Ariston den Spiegel-Bestseller herausgegeben, in dem er den Upstalsboom Weg beschreibt und vorstellt, der weg von der rein betriebswirtschaftlichen Führung hin zum Führen mit Sinn und Menschlichkeit führt. Janssen merkte selbst, dass ein erfolgreicher Mensch nicht unbedingt glücklich, aber ein glücklicher Mensch erfolgreich ist. Diese Lebensweisheit hat er auf die harte Tour gelernt: Als Student wurde er entführt – eine Grenzerfahrung, die den Unternehmersohn auf seine schiere Existenz zurückgeworfen hat. Als er später ins elterliche Unternehmen einstieg, ergab eine Mitarbeiterbefragung niederschmetternde Ergebnisse: ein anderer Chef sollte her. Janssen begann umzudenken, radikal. Und er entwickelte völlig neue Formen der Unternehmensführung – Grundsätze, die genug Sprengstoff in sich tragen, um unser Verhältnis zueinander in der gesamten Gesellschaft zu verändern. Einer seiner Glaubenssätze: "Wenn jemand als Führungskraft etwas verändern möchte, ist er gut damit beraten, zunächst und ausschließlich bei sich selbst anzufangen."

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(c) Magazin Frankfurt, 2018