1000 Arten Regen zu beschreiben

1000 Arten Regen zu beschreiben

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Seit vielen Wochen ist die Tür zu: Mike (Béla Gabor Lenz), gerade 18 geworden, hat sich in seinem Zimmer eingeschlossen und ist seit Wochen nicht mehr herausgekommen. Er ist nicht krank. Er hat sich bewusst dazu entschieden, am Leben draußen nicht mehr teilzunehmen. Sein einziges Fenster in die Welt ist das Internet. Die Eltern Susanne (Bibiana Beglau) und Thomas (Bjarne Mädel) sowie Schwester Miriam (Emma Bading) stehen buchstäblich ratlos vor seiner Tür und erleben wie Mikes Verschwinden ihr Leben verändert.Sie fordern ihn auf, hoffen, flehen, fragen, verzweifeln, ignorieren, beschuldigen, rasten aus – und sind durch die Situation gezwungen, sich immer mehr mit ihrem eigenen Leben zu beschäftigen. Um vor Nachbarn und Freunden zu verheimlichen, dass Mike sein Zimmer nicht mehr verlässt, denken sie sich einen Schulaustausch aus, der immer wieder verlängert werden muss.

Mikes Vater Thomas verbeißt sich in die Idee einem gelähmten Patienten mit technischen Hilfsmitteln die Sprache und somit seine Familie zurück zu geben. Mikes Mutter Susanne hofft über Mikes Schulfreund Oliver (Louis Hofmann) mit Mike kommunizieren zu können und holt mit Ersatzsohn Oliver vieles nach, was sie eigentlich mit Mike hätte machen wollen.

In ihrem Debütfilm findet die Filmemacherin Isabel Prahl eine deutliche und eindrucksvolle Bildsprache, die sie mit Symbolen wie dem Regen und der verschlossenen Tür auf kluge Weise unterstreicht.

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(c) Magazin Frankfurt, 2018