Martin¨, Werke, Georgisches Kammerorchester

Martinu, Georgisches Kammerorchester

(c) Ars Produk (Note 1 Musikvertrieb)

Bohuslav Martinù zählt zu den bedeutendsten tschechischen Komponisten. Das Schaffen des 1959 verstorbenen Vertreters des Neoklassizismus, insbesondere die Orchesterwerke und die Kammermusik, erfährt in letzter Zeit eine verdiente Renaissance. In den Werken der 1930er Jahre greift Martinù gerne die Form des barocken Concerto grosso auf. Das Storioni Trio stellt hier zwei reizvolle konzertante Werke des Komponisten vor, in denen die Solistengruppe (ganz unbarock) von einem Klaviertrio gebildet wird. Da man irrtümlicherweise glaubte, hinter dem auf der CD vorhandenen Concerto und dem Concertino für Klaviertrio und Streichorchester verberge sich dasselbe Stück in verschiedenen Bezeichnungen, kam das Concerto erst 1963 posthum zur Uraufführung.

Zuvor hatte es der belgische Musikologe Harry Halbreich, der Martinùs Werkverzeichnis wissenschaftlich aufbaute, entdeckt. In der Partita für Streichorchester glänzt das Georgische Kammerorchester Ingolstadt unter Leitung von Ruben Gazarian. Das 1964 in Tbilisi gegründete Orchester siedelte 1990 nach Ingolstadt über und feierte vergangenes Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Es besteht überwiegend aus Musikern aus Georgien und der ehemaligen Sowjetunion. Ruben Gazarian übernahm dieses Jahr - parallel zu seiner gleichen Position beim Württembergischen Kammerorchester Heilbronn - die Leitung als Chefdirigent.

(c) Magazin Frankfurt, 2017