Schor, Wahrer Wohlstand

Wer möchte das nicht, weniger arbeiten und besser leben? Mit großer sprachlicher Leichtigkeit präsentiert die US-amerikanische Soziologin Juliet Schor einen intelligenten Weg aus dem sich immer schneller drehenden Hamsterrad. An seinem Ende stehen nicht allein veränderte Konsummuster und gesteigertes Umweltbewusstsein, sondern das befriedigende Gefühl, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. "Wir sollten maximal vier Tage Erwerbsarbeit leisten – das macht nicht nur zufriedener, es reduziert obendrein Arbeitslosigkeit und Umweltzerstörung", erklärt sie und entwickelt in ihrem neuen Buch eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsvision (»Plenitude«), die auf einen anderen Rhythmus für Arbeit, Konsum und Alltagsleben pocht, ohne dabei auf irgendetwas zu verzichten oder irgendetwas zu opfern; im Gegenteil erwachsen daraus vielfältige Vorteile, nicht nur auf ökologischer Ebene – indem weniger Emissionen produziert und die Umwelt geschont wird –, sondern auch auf menschlicher, indem Lebensfreude und Gesundheit gefördert werden.

In seinem Vorwort lobt ihr Flensburger Soziologie-Kollege Harald Welzer ihr Werk, das "aus dem Gros der einschlägigen Literatur zur Nachhaltigkeit und zum Postwachstum herausragt". Es gehe darin nicht nur um das Versagen der konventionellen Ökonomie, den ökologischen Problemen wirksam zu begegnen, sondern auch um ihr ganzheitliches Konzept einer anderen Lebens- und Wirtschaftsweise.

Juliet B. Schor gilt als eine der einflussreichsten Wachstumskritikerinnen Amerikas. Sie beschäftigt sich mit den Themen Arbeitsökonomie, Konsumverhalten, Umwelt und Verbraucherkultur. Schor ist Professorin für Soziologie am Boston College, davor lehrte sie an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Harvard University. Darüber hinaus ist sie Autorin der New York Times-Bestseller »The Overworked American« und »The Overspent American«.

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(c) Magazin Frankfurt, 2017