Jakobs. Wem gehört die Welt?

Jakobs, Wem gehört die Welt?

(c) Knaus Verlag

Ist es ein Wirtschaftsbuch? Oder ist es ein politisches Buch? Es dreht sich darin um nicht weniger als um die faktische Weltherrschaft, denn die Mittel, um die es dabei geht beeinflussen massiv die Machtverhältnisse. Hans-Jürgen Jakobs ist einer der führenden Wirtschaftsjournalisten dieses Landes und arbeitete für Spiegel, Süddeutsche Zeitung und Handelsblatt, zuletzt als dessen Chefredakteur. Zusammen mit dem kenntnisreichem Team von 30 Korrespondenten des Handelsblatts und den Mitarbeitern des von Bert Rürup geleiteten Handelsblatt Research Institutes hat er diesen ersten umfassenden Report über die Machtverhältnisse im globalen Kapitalismus.

Sie heißen Larry Fink (BlackRock), Stephen Schwarzman (Blackstone Group) oder Scheich Khalifa bin Zayed al Nahyan (Emir der Vereinigten Arabischen Emirate) und verstecken sich hinter Fonds, Private Equity oder Stiftungen. Mit ihren Billionen schweren Fonds legen Blackrock, Blackstone oder Qatar Investment mehr Geld an als Deutschland erwirtschaftet. Sie dominieren dabei die zentralen Felder der Weltwirtschaft. Doch wer sie wirklich sind und welche Ziele sie verfolgen, wusste bisher niemand. In dem Buch decken Jakobs und seine Kollegen erstmals systematisch auf, zu welcher Kapital- und Machtkonzentration die Globalisierung geführt hat.

Dafür hat das Team alle Zahlen, Daten und Fakten anschaulich aufbereitet und stellt die 200 wirkungsmächtigsten Personen des globalen Kapitalismus ins Rampenlicht. Dabei beschreibt er das Agieren dieser finanziellen Elite auf den wichtigsten Feldern der Weltwirtschaft und bewertet deren Teilnehmer nach den Kriterien »Korruption«, »Nachhaltigkeit«, »Steuerquote«, »Humanität« und »Transparenz«. Seine Ergebnisse erschrecken, denn sie zeigen, dass es höchste Zeit ist, supranationale Institutionen zu schaffen, die in der Lage sind, die sozialen Verpflichtungen von Eigentum und Kapital nicht nur einzufordern, sondern zu garantieren, denn die 200 mächtigsten Akteure des Weltfinanzwesens versammeln zusammen mehr als 40 Billionen US-Dollar - rund 60 Prozent des globalen Buttoinlandsprodukts oder fast das Dreifache der EU-Wirtschaftsleistung

Das von Jakobs skizzierte Gesamtbild ist bedrohlich: Denn die nächste große Krise wird vom »grauen« Kapitalmarkt und den »Schattenbanken« ausgehen, die in der Gier nach Renditen ungeregelt und ungezügelt wachsen. Sie dominieren längst die zentralen Felder der Weltwirtschaft und konzentrieren Geld und Einfluss wie nie zuvor. Doch wer sie wirklich sind und welche Ziele sie verfolgen, wusste bisher niemand.

Das Gesamtbild dieses neuen Kapitalismus ist bedrohlich: Denn die nächste große Krise wird vom »grauen« Kapitalmarkt und den »Schattenbanken« ausgehen, die in der Gier nach Renditen ungeregelt und ungezügelt wachsen.

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(c) Magazin Frankfurt, 2017