Bosch, ÖKOnomie

Bosch, ÖKOnomie

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Im September sind Bundestagswahlen. Kann es die Union noch einmal schaffen, sich als Führungspartei durchzusetzen? Oder führen immer deutlicher erkennbare Querelen innerhalb der C-Parteien dazu, dass im Herbst eine grün geführte Bundesregierung antritt? Wie auch immer. Bei der derzeitigen Gemengelage sieht es so aus, als ob die Grünen in einer neuen Bundesregierung zumindest gesetzt sind - sei es an erster oder zweiter Stelle. Das spricht - hoffentlich - für ein ökologisch sinnvolles Agieren, wenn sich nicht auch die Grünen von den verlockenden Schmeicheleien der Lobbyisten bewegen lassen.

Dabei wäre es durchaus möglich, auch ohne massive Rückendeckung aus Berlin oder Brüssel ökologisch sinnvoll zu handeln und gleichzeitig ökonomisch erfolgreich zu wirtschaften. Dass dies kein Widerspruch sein muss, beweisen längst einige Unternehmen, die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in ihren Geschäftsmodellen prima miteinander in Einklang bringen. Denn sie haben deutlich erkannt, dass die Politik freiwillig wohl noch nicht liefert. Es wäre für sie also wirtschaftlich fatal zu zaudern und auf passende politische Vorgaben zu warten.

Es ist eine berechtigte Forderung an die Wirtschaft, vor der auch Monate vor der Wahl niemand die Augen verschließen sollte, denn auch wenn wir die Corona-Krise in den Griff bekommen, bleibt die Klimakrise als nächstes Ziel, deren politische Umsetzung im Moloch Bundestag noch einige Zeit dauern könnte. Wer heute schon die Weichen für ein nachhaltiges Wirtschaften von morgen stellen will, muss deshalb selbst aktiv werden.

Jule und Lukas Bosch zeigen am Beispiel zahlreicher Unternehmensaktivist*innen, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit unserem Planeten ein rentables Erlösmodell wird, sodass aus Ökologie und Ökonomie endlich eins wird: Öko-Nomie! Die beiden Autoren des gerade beim Frankfurter Campus-Verlag erschienenen Buches »ÖKOnomie - so retten führende Unternehmensaktivist*innen unsere Zukunft« kommen aus der Welt der Innovationsberatung und haben vor einigen Jahren das Startup Holy Crab gegründet.

Im Buch gehen sie der Frage nach, wie die Wirtschaft als Ganzes zum Teil der Lösung planetarer Herausforderungen werden kann.

Im Interview mit campus.de erklären sie, was Unternehmensaktivismus bedeutet und warum diese Haltung so essentiell für unsere Gesellschaft und die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit von Unternehmen ist. Lukas Bosch liegt sicherlich richtig, wenn er feststellt "Die multiplen Krisen, vor denen wir heute stehen, können nicht allein durch individuelle Verhaltensänderungen vom Tisch gefegt werden, denn bis wir uns alle - und zwar global! - entsprechend vernünftig umgepolt hätten, wäre es wahrscheinlich schon zu spät. Unternehmen können also Katalysatoren sein, um die Entwicklung zu beschleunigen, Menschen mitzunehmen in eine Vision des für alle und den Planeten besseren Lebens. Und gleichzeitig der Politik zu zeigen: schaut mal her, radikale Veränderung bedeutet eben gerade nicht weniger Wirtschaftskraft, weniger Arbeitsplätze und so weiter, sondern, mit dem richtigen Mindset sogar mehr. Es geht!" Ernst Ulrich von Weizäcker lobt als Ehrenpräsident des Club of Rome das Buch: »Ein erfrischender Einblick in eine Art zu wirtschaften, von der zu viele immer noch behaupten, sie sei nicht umsetzbar. Ist sie doch, wie dieses Buch unterhaltsam demonstriert. Come on! Wir sind dran!« Hoffen wir mit Zukunftsforscher Matthias Horx, dass "die ökologische Transformation Lust auf Wandel machen kann, statt Angst vor morgen. Möge dieses Buch ein Meilenstein dazu sein!«

Jule und Lukas Bosch, ÖKOnomie – So retten führende Unternehensaktivist*innen unsere Zukunft, Campus Verlag, Broschur, 280 Seiten, ISBN 978-3593513645, 34,95 Euro

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(c) Magazin Frankfurt, 2021