Bührke, Einsteins Jahrhundertwerk

Als am 11. Februar 2016 Physiker des Albert-Einstein-Instituts in Hannover und Potsdam die erste Messung von Gravitationswellen verkündeten überschlugen sich weltweit Forscher und Medien vor Begeisterung: Eine "wissenschaftlichen Mondlandung" sei die Erkundung, die eine neue Ära der Astronomie eröffne. Damit war es erstmals gelungen, das letzte Element von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie direkt nachzuweisen: Die Gravitationswellen als Ergebnis eines kosmischen Crashs, bei dem zwei Schwarze Löcher vor 1,3 Milliarden Jahren miteinander verschmolzen. Diese Wellen erzeugen eine Verbiegung des Raumes, bei der sich die Abstände zwischen den Objekten kurzzeitig ändern. Zwei hochkomplexe Messinstrumente in den USA hatten das aufgezeichnet. Es war nur "ein kleines Zittern des Raumes, aber ein großes Beben für die Physik" beschrieb man in Anlehnung an die Mondlandung den Augenblick der Erkenntnis. Schön, so konnte 100 Jahre nachdem Einstein seine Theorie der Welt vorgestellt hatte, diese bestätigt werden, als hätte der große Gelehrte mit dem gütigen Lächeln selbst seine Hand im Spiel gehabt.

Der Journalist Thomas Bührke gehörte zu den wenigen seiner Zunft, die zur Veröffentlichung dieser Nachricht eingeladen waren. Er legt hier eine erweiterte Neufassung seines hochgelobten Buches vor, in der dieses Ereignis und seine Konsequenzen für unseren Blick ins Universum gewürdigt werden.

Einstein hatte mit seiner Suche nach einer neuen Gravitationstheorie die klassische Physik umgekrempelt. Seit Newton glaubte man, die Zeit verlaufe immer gleich schnell. Das änderte sich nun. Mit den Folgen beschäftigt sich die Wissenschaft bis heute. Aber auch aus unserem Alltag mit nicht mehr wegzudenkenden Errungenschaften wie dem GPS ist davon betroffen. Bührke stellt Einsteins Theorien auf dem neusten Stand der Forschung einfühlsam und einprägsam dar, interviewt die heutigen Koryphäen der Wissenschaft und bebildert seine Darstellungen mit einem farbigen Bildteil

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(c) Magazin Frankfurt, 2017