Banzhaf, Saatgut - Wer die Saat hat, hat das Sagen

Banzhaf, Saatgut

(c) Oekom Verlag

Gesichts- und meist auch gewissenlose Konzerne wie Monsanto, Syngenta und DuPont haben wie die Heuschrecken weltweit ein Auge auf das Saatgut geworfen. Längst gewinnen Bauern dies nicht mehr Jahr für Jahr aus eigenen Pflanzen, sondern müssen es für teures Geld von Züchtern beziehen. Einige wenige Agrarkonzerne dominieren den Saatgutmarkt und haben die Sortenvielfalt der Nutzpflanzen und die Unabhängigket der Bauern schon jetzt stark eingeschränkt. Mit fatalen Folgen für Menschen und Umwelt. Das Buch von Anja Banhaf zeigt, dass wer unser Saatgut kontrolliert, die gesamte Nahrungsmittelkette kontrolliert. Diese Kontrolle versucht die Agrarindustrie weltweit zu erlangen, auch wenn vielerorts Bäuerinnen und Gärtner für eine autarke Nutzung des Saatguts kämpfen.

Welche Wege Samengärtner, Züchter und Aktivistinnen finden, um die Sortenvielfalt zu erhalten, schildert dieses liebevoll gestaltete Buch der engagierten Garten- und Saatgutaktivistin, die für eine zukunftsfähige Landwirtschaft kämpft. Die Mitbegründerin eines Netzwerks für urbane Gärten in Göttingen, hat in einer Samengärtnerei gearbeitet und setzt sich zudem künstlerisch mit dem Thema Saatgut auseinander. Sie studierte Geografie, Ressourcenökonomik und Botanik in Göttingen und Wellington/Neuseeland und hat viele soziale und landwirtschaftliche Projekte inner- und außerhalb Europas besucht.

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(c) Magazin Frankfurt, 2017