Blubacher, Gebrauchsanweisung für Bali

Bubacher Gebrauchsanweisung für Bali

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Bali, die Trauminsel Indonesiens, hat schon lange Menschen in ihren Bann gezogen. Viele Reiseführer können deshalb allein den Bildern vertrauen, von Landschaft, Menschen, Religion und Essen, von Speisen, Tänzen und sonnigen Stränden. Nicht so der Band des Schweizer Regisseurs und Autors Thomas Blubacher. Seine "Gebrauchsanweisung" kommt - außer der beiden Bilder auf dem Titel und der Rückseite ohne Bilder aus. Doch Blubacher, der seit mehr als zwanzig Jahren immer wieder nach Bali zurückkehrt, braucht das nicht, um dem Leser die Insel näher zu bringen. Gut, es ist keine Lektüre für Freunde des Ballermanns, den man in ähnlicher Form auch auf Bali finden kann, doch wer sich nicht nur wie ein Broiler in die Sonne legen und grillen lassen möchte, erfährt in dem kenntnisreich und anschaulich geschriebenem Buch viel über Land und Leute. Ob Yogakurs oder River Rafting, Schattentheater oder Moonlight-Party, Blubacher führt uns durch Luxusresorts in Nusa Dua, das quirlige Strandleben von Kuta und an den Lavastrand in Lovina.

Er bereist mit ihm die Nachbarinseln und das Tauch-Dorado der Gili-Inseln, verrät, warum in Indonesiens hinduistischer Enklave jeder Ort mindestens drei Tempel haben muss und alle Balinesen Maler, Holzschnitzer oder Tänzer sind. Er nimmt ihn mit in die 20er Jahre, als der deutsche Musiker und Maler Walter Spies die Insel für sich entdeckte und sein Haus zum kulturellen Zentrum Balis für Künstler, Musiker, Schriftsteller und Schauspieler aus aller Welt wurde. Welche Bedeutung die mysteriösen Toiletten-Strichmännchen haben und was man in den Garküchen außer Saté-Spießen sonst noch probieren sollte. Und er erklärt versiert, wo man am besten Dämonen austreiben oder sich wie eine echte Prinzessin massieren lassen kann. Blubacher macht uns dabei auch mit der Sprache Bahasa Indonesia und deren Gebrauch vertraut, verrät No-Gos, die man tunlichst vermeiden sollte und gibt jede Menge Tipps für einen erlebisreichen Besuch der Insel.

(c) Magazin Frankfurt, 2017