Alt/Spiegel, Gerechtigkeit

Alt/Spiegel, Gerechtigkeit

(c) Gütersloher Verlagshaus

Herrscht Gerechtigkeit weltweit? Wohl kaum. Und bei uns in Deutschland? Auch da bilden sich große Fragezeichen auf der Stirn. Kann man die von der Bundeskanzlerin als großen Wurf bezeichnete SPD-Agenda 2010 mit Hartz IV und den anderen Einschnitten am unteren Rand der Gesellschaft gut heißen? Die Regierung hat in den folgenden Jahren an den Justierschrauben gedreht. Erst ohne Mitwirkung der SPD, die für ihre Politik abgestraft wurden, dann mit ihr als Juniorpartner, der sich kaum gegen die Interessen der Industrie wehren wollte. Jetzt bringt der neue SPD-Chef Schultz das Wort Gerechtigkeit wieder zurück in die Diskussion. Geholfen hat ihm das bisher nur im ersten Aufwallen des Volks, da außer Worthülsen wenig Konkretes folgte und viele Bürger am Willen der Regierung zweifeln, die drängendsten Probleme wirklich in die Hand zu nehmen. Wo bleibt das „Wir schaffen das!“?

Ja, wir brauchen eine neue überzeugende Leitidee. So wie es einst die abgeschlachtete soziale Marktwirtschaft war, die Wohlstand für alle versprach und erstaunlich gut einlöste. Das hier vorliegende Manifest des Umweltvisionärs Franz Alt und des Sozialvisionärs Peter Spiegel legt eine solche neue Leitidee vor – für einen realistischen Wohlstand inklusive Frieden mit der Natur, inklusive sinnstiftenden Arbeitens und Lebens, inklusive sozialer Sicherheit und Dynamik, inklusive universeller Teilhabe aller an allen Wohlstandsdimensionen.

Der 79-jährige Franz Alt moderierte 20 Jahre lang das SWF-Politmagazin "Report Baden-Baden", arbeitete bei 3SAT, wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem "Adolf-Grimme-Preis" und dem "Europäischen Solarpreis". Der 64-jährige Soziologe Peter Spiegel war viele Jahre Lektor und später Verleger, Zukunftsforscher, Initiator und Leiter des Think-&Do-Tanks GENISIS Institute for Social Innovation sowie des VISION SUMMIT, einem Konferenzformat für visionäre gesellschaftspolitische Zukunftskonzepte.

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(c) Magazin Frankfurt, 2017