Sims, Frauen mit Stil

Simes, Frauen mit Stil

(c) Midas Verlag

Was unterscheidet Männer von Frauen? Allein schon die Mode. Während Männerkleidung eist auf einen Grundkanon bestimmter Kleidungsstücke beruht, die sich zwar in einigen Details ändern können, grundsätzlich aber gleich bleiben, entfaltet die Frauenkleidung eine einzigartige Vielfalt, da die Design-Innovationen häufig auf dem Wunsch gründeten etwas vollständig Neues zu kreieren. Frauen und Mode – für viele sind diese beiden Begriffe untrennbar miteinander verbunden. Leider ist aber nicht alles, was Frau so trägt, wirklich „stilvoll“. In dem Buch von Josh Sims gibt es nicht nur eine große Anzahl wirklich stilvoller Kleidungsstücke, die durch ihre Gestaltung inspirieren und faszinieren. Allein innerhalb der vergangenen 100 Jahre entstand eine ausgesprochen breite Palette an Kleidungsstücken, die den Stil bestimmten: vom Bleistiftrock zum Bikini, vom Hosenanzug zu den Hotpants oder vom Stiletto zum Cowboy-Stiefel. Fast immer gibt es ein "erstes Mal", also den Zeitpunkt, zu dem ein Kleidungsstück der Damenmode seinen Einstand gab.

Während dabei die Designer-Garderobe nicht selten Kultstatus erreichte, wurden viele Mode-Ikonen immer wieder neu erfunden und überwanden damit die sich wandelnden Moden. Coco Chanels "kleines Schwarzes" wurde beispielsweise schon 1926 erstmals in der amerikanischen "Vogue" vorgestellt, doch erst im Laufe der Jahrzehnte entwickelte es sich zur zeitlosen Uniform für Damen mit Geschmack. In den 20er Jahren trugen Künstlerinnen wie Josephine Baker und königlichen Hoheiten wie Wallis Simpson das kleine Schwarze, in den 40ern Hollywood-Stars wie Vivienne Leigh oder Rita Hayworth.

Doch seinen größten Triumph feierte es 1961, als es Audrey Hepburn in ihrer Rolle als Holly Golightly in "Frühstück bei Tiffanys" adelte und Jacqueline Kennedy Onassis es mit ihrer Liebe zu Accessoires kombinierte.

Das lesenswerte Buch stellt die legendärsten und einflussreichsten Kleidungsstücke und Accessoires der Damengarderobe vor, geht ihrer Herkunft und Geschichte nach und erzählt spannende Geschichten über ihr Design sowie die Personen, die ihnen zu Weltruhm verhalfen. Mit großformatigen Bildern und interessanten Texten entführt Sims den Leser in die Welt stilvoller Frauenmode und beleuchtet dabei Historie und Hintergründe so interessant, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Der freischaffender Stil- und Modeexperte schreibt für renommierte Zeitungen wie The Financial Times, The Independent, Mail on Sunday, Esquire, GQ, Wallpaper und i-D. Nachdem er sich 2014 in seinem Buch "Männer mit Stil" den Modeikonen der Herrenmode zuwendete, hat er sich jetzt der umfangreicheren Frauenmode angenommen. Da es auch in Sachen Mode durchaus Unterschiede zwischen den USA und Europa gibt, hat für die jetzt erschienene deutsche Ausgabe Jeroen van Roojen, Stilredakteur bei der Neuen Zürcher Zeitung und Autor mehrerer Bücher zum Thema "Stil" die fachliche Betreuung übernommen.


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(c) Magazin Frankfurt, 2017