Food - Ökologien des Alltags

Food

(c) Kerber Verlag

Als Forum zeitgenössischer Skulptur im kleinen Format wurde die Triennale 1980 im baden-württembergischen Fellbach ins Leben gerufen. Sie findet seither im Turnus von drei Jahren statt und hat sich zu einer international beachteten Ausstellung mit außerordentlichem Profil entwickelt. Der Titel der diesjährigen Ausstellung, FOOD – Ökologien des Alltags, die noch bis zum 2. Oktober 2016 zu besuchen ist, wird von der Frankfurter MMK-Chefin Susanne Gaensheimer kuratiert. Gezeigt werden Arbeiten von über 40 internationalen Künstlerinnen und Künstlern, die das Thema Essen und seine Implikationen als paradigmatisch, anthropologisch universelle Beispiele für soziale, politische, ökologische und ökonomische Zusammenhänge reflektieren. Die imposante Alte Kelter, ehemals Umschlagsplatz für Wein, wurde vom renommierten Architekturbüro Kuehn Malvezzi zur idealen Bühne für die vielschichtige Ausstellung und ihre komplexe Thematik umgestaltet. Bezugsrahmen für

die Ausstellung bildet das von Gordon Matta-Clark und Künstlerkolleginnen 1971 im New Yorker Stadtteil SoHo gegründete Restaurant „FOOD“ – eine Plattform für den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen bildenden KünstlerInnen, MusikerInnen, TänzerInnen und SchriftstellerInnen. Das Katalogbuch zur 13. Triennale Kleinplastik untersucht, wie in der internationalen Gegenwartskunst das Thema Essen und die damit verbundenen Prozesse wie Nahrungsmittelproduktion und -konsum kritisch reflektiert werden. Mit über 40 künstlerische Positionen aus allen Kontinenten, an denen dies deutlich wird, zeigt es wie das Themenfeld Essen beispielhaft für ästhetische, soziologische, ökologische und ökonomische Zusammenhänge gelesen werden kann. Das Buch enthält zahlreiche Abbildungen, Erläuterungen zu den Kunstwerken sowie grundlegenden Beiträgen zu den kunsthistorischen, politischen und gesellschaftlichen Aspekten des Essens in unserer Zeit liefert das handliche Buch eine anschauliche Einführung in ein hochaktuelles Thema.

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(c) Magazin Frankfurt, 2017