Vine, Kindes Kind

Vine, Kindes Kind

(c) Diogenes

Im Mai diesem Jahres starb Barbara Vine, die auch als Ruth Rendell zahlreiche Bücher schrieb im Alter von 85 Jahren, in ihrer Heimatstadt London. Auf Vorschlag Tony Blairs wurde sie geadelt und ins House of Lords berufen, wo sie bis zu ihrem Tod politisch aktiv war. Für ihr umfangreiches Werk wurde sie mit Auszeichnungen quasi überhäuft, wie dem Silver Dagger, dem Gold Dagger und dem Cartier Diamond Dagger für ihr Lebenswerk. 1996 ernannte sie die Queen zum Commander of the British Empire und die Mystery Writers of America verlieh ihr ein Jahr später den Grand Master Award für ihr Gesamtwerk.

Als Ruth Rendell schrieb sie Krimis und als Barbara Vine Thriller. "Kindes Kind" aus dem Jahr 2012 war ihr letztes Buch unter diesem Pseudonym. In dem Buch geht es um ein für London so typisches Problem: die Wohnungsnot. "Schluss damit", sagen sich Grace und ihr Bruder Andrew, als sie das Haus ihrer Großmutter erben und zusammenziehen. Doch was passiert, wenn ein Dritter ins Spiel kommt? Grace flieht in die Welt der Bücher – um darin ein ähnlich ungewöhnliches Geschwisterpaar wiederzufinden. Das Buch handelt von vertuschten Familiengeheimnissen gestern und heute. Ein treffsicher geschreibenes Leseabenteuer auf den Seitenpfaden des Begehrens.

(c) Magazin Frankfurt, 2017