Macdonald, Schwarzgeld

Macdonald, Schwarzgeld

(c) Diogenes

Ein mondäner Tennisclub mit Blick aufs Meer. Friedlich spielen die Reichen die Bälle hin und her. Bis zu dem Tag, als ein Nobody auftaucht, Francis Martel. Während man den Eindringling noch misstrauisch beäugt, erliegt die von allen begehrte Ginny Fablon seiner Ausstrahlung und verlässt ihren Verlobten. Spielsucht, Mord, Erotik und Erpressung: das Buch ist eine Abrechnung mit dem amerikanischen Traum. Nichts will man in dem Tennisclub, wo die Haut so weiß sein muss wie die Kleidung, mit dunklen Machenschaften zu tun haben – und doch kommt das Geld der Reichen nicht von ungefähr. Je tiefer Detektiv Archer gräbt, desto mehr Lügen und Leichen finden sich.

Der 1915 im kalifornsichen Los Gatos geborene Ross Macdonald zählt zu den besten amerikanischen Kriminalautoren des letzten Jahrhunderts. Nach Großbritannien und Amerika wird er jetzt auch bei uns wiederentdeckt. Dabei verdankt er seine Karriere eher einem Zufall: Seine Frau Margaret war Schriftstellerin – und verdiente mit Schreiben bald mehr als er mit seiner Dozentur. So wurde aus dem Dozenten Kenneth Millar in Michigan der Schriftsteller Ross Macdonald in Kalifornien. Seine Bücher sind Bestseller und wurden erfolgreich verfilmt, zum Beispiel 1975 "Unter Wasser stirbt man nicht" mit Paul Newman und Joanne Woodward. Seine Kriminalromane gelten als Spiegel der amerikanischen Gesellschaft. 1983 starb der Autor in Santa Barbara.

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(c) Magazin Frankfurt, 2017