Clancy, Der Campus

Clancy, Der Campus

(c) Heyne

Vor zwei Jahren starb Tom Clancy, der schon mit seinem ersten Thriller "Jagd auf Roter Oktober" auf Anhieb internationalen Erfolg hatte und als Meister des Techno-Thrillers seitdem mit allen seinen Büchern an der Spitze der internationalen Bestsellerlisten stand. In seinen Büchern geht es meist um politische und militärische Intrigen oder komplexe geopolitische Zusammenhänge. Bemerkenswert sind hierbei die präzisen Details moderner militärischer Hightechausrüstung und strategischer Abläufe. Auch die Verfilmungen von Titel wie "Der Schattenkrieg" oder "Das Kartell" wurden zu Welterfolgen - auch dank hochkarätiger Schauspieler wie Sean Connery und Harrison Ford. Auch nach seinem Tod will man nicht auf den Erfolgsautor verzichten. Mark Greaney, der Tom Clancy in den letzten Jahren bei drei seiner Bücher, darunter Command Authority zur Seite stand, führt nach Clancys Tod die Geschichten des Jack-Ryan-Universums weiter.

Dominic Caruso, der Neffe von Präsident Jack Ryan, ist Agent bei der Geheimorganisation Campus, die inoffiziell vorbei an CIA und NSA operiert. Der plötzliche Mordanschlag auf seinen israelischen Freund und dessen Familie deutet auf eine undichte Stelle bei den Geheimdiensten hin. Die Suche nach den Hintermännern führt ihn zu Ethan Ross, einem Mitarbeiter im Weißen Haus mit Zugang zu hochsensiblen Daten. Ross hält sich zwar mit seinen hehren Absichten für einen Whistleblower, doch die von ihm weitergegebene Festplatte enthält genügend Sprengstoff, um alle amerikanischen Geheimdienstoperationen zunichtezumachen und die westliche Welt ins Chaos zu stürzen. Wer hat die Daten in Händen? Weltverbesserer? Terroristen? Die Russen? Die Iraner? Nicht selten wurden Tom Clancys gedankliche Planspiele - wie die russische Annektion der Krim - zu Prophezeiungen, die von der Realität eingeholt wurden.

(c) Magazin Frankfurt, 2017