Forsythe/Gaensheimer, The Fact of Matter

Fosythe, The Fact of Matter

(c) Kerber Verlag

The Fact of Matter markiert ein neues Kapitel im choreografischen Werk von William Forsythe. Der international renommierte Tänzer und Choreograf stellt eine Auswahl seiner choreografischen Objekte, Videoinstallationen und interaktiven Environments vor. Hierbei wird ein programmatischer Blick auf die Grenzbereiche zwischen bildender Kunst und Choreografie geworfen. In den vergangenen Jahrzehnten hat Forsythe einen unvergleichlichen tänzerischen Kosmos geschaffen: Er erarbeitete bahnbrechende Ballettchoreografien, experimentelle Tanztheaterstücke, digitale Tanzpartituren und raumbezogene Installationen, die den Besucher unerwartet selbst zum Akteur werden lassen.

Mehr als 30 Jahre lebte und arbeitete der aus New York City stammende William Fosythe hier in Frankfurt, das er immer auch als Basis für seine chroeographischen Ausflüge rund um den Erdball nutzte. Jetzt kam er für einen Bessuch zurück in die Mainmetropole, um das Buch zur Ausstellung „The Fact of Matter“ im Museum für Moderne Kunst zu präsentieren, das er zusammen mit Museumsleiterin Susanne Gaensheimer verfasst hat. Während seiner gefeierten Zeit als Direktor des Frankfurter Balletts konnte Forsythe seine Stellung als einer der wichtigsten Choreografen unserer Zeit festigen.

Die nach einer Verlängerung nur noch bis zum 13. März zu sehende Ausstellung gehört mit über 50.000 Besuchern zu den erfolgreichsten, die das Museum für Moderne Kunst je organisiert hat. Die Exponate der Ausstellung hatte Forsythe geschaffen. Mal etwas völlig anderes als seine Tanzstücke. Das Buch bietet eine gute Hilfestellung, "die Gedankengänge der Ausstellung zu verfolgen. Solche Erklärungen dürfte man beim Tanz übrigens niemals machen“ bemerkte Forsythe bei einem Pressetermin. Der inzwischen 66-jährige Tänzer, der noch bis vor Kurzem zwischen Kalifornien und Paris pendelte, hat sich inzwischen schon fast auf ein Rentnerdasein eingestellt, und möchte mehr Zeit mit seiner Frau im Haus im amerikansichen Vermont verbingen.


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(c) Magazin Frankfurt, 2017