La Grange, Good morning, Mr. Mandela

Fast zwei jahrzehnte lang war die heute 46-jährige Zelda La Grange die persönliche Assistentin Nelson Mandelas. Die junge weiße Frau war geprägt von der rassistischen Politik des südafrikanischen Apartheidregimes, als sie zunächst als Mandelas Sekretärin arbeitete und schließlich zu einer Vertrauten und engen Freundin jenes Mannes wurde, der ihr jahrzehntelang als Feindbild gegolten hatte. Aus der Schreibkraft wurde eine Frau, die mit Nelson Mandela um die Welt reiste, bei Treffen mit Bill Clinton, Johannes Paul II, Yassar Arafat, Morgan Freeman und Gaddafi dabei war und die ihn bis zu seinem Tod begleitete. Wie keine andere hat sie dabe den wahren Nelson Mandela kennengelernt, dessen Persönlichkeit niemanden unbeeindruckt ließ und der zugleich überraschend humorvoll war.

In ihrem Buch wirft sie einen ganz persönlichen Blick auf einen der außergewöhnlichsten Menschen unserer Zeit. Der Präsident Simbabwes, Robert Mugabe, warf ihm noch kurz vor seinem Tod vor, er hätte in seinem eigenen Land Weiße zu Lasteen der Schwarzen zu gut behandelt und Mandela räumt ein, dass er in den Menschen zuviel Gutes sehe, doch hält er den Glauben an die Integrität des Geschäftspartners als eine gute Grundlage für die Zusammenarbeit. Zelda La Grange zumindest hat diese Annahme nicht verletzt.

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(c) Magazin Frankfurt, 2017