Didierlaurent, Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12

Didierlaurent, Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12

(c) dtv

Der 55-jährige Elsässer Jean-Paul Didierlaurent lebt nach einigen Jahren in Paris wieder in seinem Heimatort in den Vogesen und arbeitet im Kundencenter des Telekommunikationsunternehmens Orange. Als er vor 20 Jahren erstmals zwei seiner Erzählungen bei einem Schreibwettbewerb einreichte hatte er Erfolg - beide gewannen. Seither hat er etliche preisgekrönte Kurzgeschichten und 2014 seinen ersten Roman geschrieben. Mit diesem in Frankreich über eine Viertelmillion Mal verkauften Debütroman "Die Sehnsucht des Vorlesers" verzauberte er in 29 Sprachen übersetzt weltweit Hunderttausende von Lesern und so findet der Spiegel-Bestseller-Autor auch mit seinen kleinen, mal leicht, mal ernst, mal höchst ironisch, mal düsteren Geschichten den Zugang zum Herz seiner Leser. Fast immer sind diese unheimlich komisch, poetisch oder schräg und überraschen mit herrlicher Pointe. In dem neuen in Frankreich 2015 erschienenen Erzählband vereint er elf seiner preisgekrönten Geschichten, die alle etwas Außergewöhnliches mitbringen. Da gibt es Geschichten von besonderen Menschen, von Menschen, die ein Geheimnis bergen oder eine überraschende Geschichte zu erzählen haben. Didierlaurents flüssiger Schreibstilzieht den Leser förmlich hinein ins Buch und oft ist man fast traurig, wenn die Geschichte nach wenigen Seiten wieder vorüber ist.

Der Band ist jetzt zwei Jahre nach der Veröffentlichung in Frankreich beim dtv in dessen Premium-Reihe erschienen. Dadurch ist er zwar etwas teurer als die normalen Bände, doch die liebevolle geprägte Aufmachung des Buches, die unterschiedlichen Farben des Papiers, auf denen einige der Geschichten gedruckt sind, machen das Buch zu einem Lesevergnügen für sich selbst oder als nettes Geschenk für gute Freunde und Familienmitglieder. Die kurzen Geschichten auf den 160 Seiten lesen sich schnell und ziehen den Leser in ihren Bann.

Da geht es zum Beispiel um die Aufregung der Kassiererin einer Maut-Kabine, eine dubiose Mahlzeit, den ersten Schuhabdruck auf dem Mond oder einen Fliegenschiss mit fatalen Folgen. Jean-Paul Didierlaurent begeistert mit seinen wunderbar originelle Figuren und Begebenheiten. Übrigens liebe belesenen Didierlaurent-Fans: Erinnern Sie sich noch an die Buchseiten, die Guylain vor dem Reißwolf gerettet hat? Hier finden Sie die ganzen Geschichten dazu!


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(c) Magazin Frankfurt, 2017