Burseg, Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern

Burseg, Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern

(c) List Taschenbuch

Die Aventgarde-Malerin Anita Rée war die zweite Tochter des Kaufmanns Israel Rée und seiner Frau Clara. Die Hamburger Linie der alteingesessenen jüdischen Kaufmannsfamilie handelte seit Generationen vor allem mit Getreide und ostindischen Waren. Wie ihre Schwester Emilie wurde sie evangelisch-lutherisch getauft und konfirmiert und genoss eine protestantisch geprägte Erziehung im assimilierten Elternhaus als „höhere Tochter“. Der 1933 im Alter von 48 Jahren durch Selbstmord aus dem Lebeen geschiedenen Künstleroin der Weimarer Republik gilt dieser Liebesroman, der die lange vergessene Künstlerin der Hamburger Sezession wiederentdeckt.

Carla bereitet eine Ausstellung über den Hamburger Jugendstil vor. Eine willkommene Ablenkung für sie, denn ihr wesentlich älterer, sehr geliebter Mann Willem ist schwer als Alzheimer erkrankt.

Ihr Leben gerät in Aufruhr, als sie eine besondere Entdeckung macht: Ein Gemälde von Alma Reed, die während der NS-Zeit verfolgt wurde. Von der Künstlerin und ihren Bildern fehlt jede Spur. Willem scheint sich in seinen lichten Momenten an etwas zu erinnern …

"Ein hervorragend recherchierter Roman, der aktuelle Themen wie Alzheimer und Raubkunst beinhaltet und am Ende zu einem kleinen Thriller verwebt" schreibt Angela Wittmann im Brigitte Bücher Spezial. Der unterhaltsame Roman ist leicht zu lesen, obwohl er sich mit ein ernsthaftes Thema betrifft. Ausgezeichnet wurde er mit dem DELIA-Literaturpreis 2016 dafür dass "ein Stück relativ unbekannte Hamburger Kunstgeschichte, dem Leser auf spannende Weise näher gebracht wird. Ein vielschichtiges Buch, das man gelesen haben muss.“ - so die Jury.

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(c) Magazin Frankfurt, 2017