Meyer, Endlich Wein verstehen

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Kürzlich landete ein neues Buch bei uns in der Redaktion. "Endlich Wein verstehen". Klasse, dachte ich, wenn jemand einfach, klar und ungefiltert Wein vorstellt und den Weinfreunden eine Hilfestellung leistet, das edle Getränk (noch) besser zu verstehen, denn die Weinwelt umgibt ein Hauch von Exklusivität und Unnahbarkeit. Jahrgänge, Klassifikationen, Herkunftsbezeichnungen, Reblagen, Appellationen und oft absurde Aromenbeschreibungen überfordern viele Weinneulinge. So viel Ernsthaftigkeit behindert oft die Freude und Lust am Genuss.

Zuerst einmal wollte ich sehen, wer diese Madelyne Meyer ist, die das Buch mit renommierten Schweizer AT-Verlag herausgebracht hat. Auf dem Titel und den ersten Seiten fand ich zahlreiche witzig-fröhliche Illustrationen und erfuhr, dass auch diese von der Autorin stammen. Auf freche, fröhliche und gleichzeitig simple und unverstellte Art will sie den Wein näher bringen. Von Gläsertypen bis zur Bedeutung von Terroir, von Sorten und Aromen bis zu Anbaugebieten und dem, was einen guten Wein eigentlich ausmacht, werden die wichtigsten Themen anschaulich und für alle verständlich dargestellt. So wird jeder im Handumdrehen zum Weinkenner, der sich im Weinalltag behaupten kann.

Das Buch beginnt mit dem Satz "Ich trinke Wein. Ich liebe Wein. Ich habe keine Ahnung von Wein", erstklassige Voraussetzungen also für das Buch. Doch schon im nächsten Absatz versprach sie, sich zur Weinexpertin zu entwickeln. Toll!

Ich erfuhr, dass Madelyne in einer Weinhandelsfamilie aufgewachsen ist und später mit Wein erst wieder richtig bei ihrer Bachelorarbeit im Marketing in Kontakt kam und beim Besuch mit dem Geschäftsführer des elterlichen Weinhandels auf der ProWein. Irgendwie schaffte sie es in der Folgezeit zum "Certified Wine Specialist", dem es mehr Spaß macht Wein zu trinken, als sich Wissen darüber anzueignen. Im Abspann fand ich auch keine näheren Informationen über die Autorin, die einen Weinblog namens Edvin betreibt, doch war ich echt überrascht, als ich im Anschluss an den kurzen Glossar einen noch kürzeren Abschnitt über Weinbezeichnungen las. Beim Weißwein, informierte die Autorin, würde der in der französischen Schweiz Chasselas genannte Wein im Wallis Fendant und in Deutschland Gutedel genannt. So weit, so gut, doch dass Chardonnay in Frankreich als Pinot Blanc, in Spanien als Pinot Bianco, in Deutschland und der Schweiz als Weißburgunder und in Österreich als Klevner bekannt ist, muss mir bei meinen Studien zum Wein irgendwie entgangen sein. Auf die Lektüre der dazwischenliegenden knapp 150 Seiten habe ich verzichtet, da ich mir daraus keine wirklich neuen und weiterführende Erkenntnisse erwarte. Schade.

Madelyne Meyer, Endlich Wein verstehen – Einfach. Klar. Ungefiltert, at Verlag, Hardcover, 152 Seiten, ISBN 978303902232, 20 Euro

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(c) Magazin Frankfurt, 2019