Segerer/Rosenkranz, Das große Insektensterben

Segerer/Rosenkranz, Das grosse Insektensterben

(c) oekom Verlag

Das Artensterben ist auch bei uns angekommen! das haben die Ergebnisse der Krefeld-Studie überdeutlich gezeigt. Es ist nicht mehr Irgendwo in Afrika, das eine uns unbekannte Art verschwindet und wir darüber nur bedauernd mit den Schultern zucken. Es sind die Bienen, Hummeln und Käfer vor unserer Haustür die im Sterben liegen – und mit ihnen verschwinden dann auch Vögel, Frösche und vieles mehr.

Was wir mit den Insekten verlieren, ist nicht allein das Fundament eines intakten Ökosystems; mit dem Aussterben der Bestäuber steht die Nahrungsmittelversorgung für unzählige Menschen auf dem Spiel. Wozu brauchen wir Insekten? Ist ihr Verschwinden nur eine kurzfristige Laune der Natur? Wer oder was ist dafür verantwortlich? Der Insektenforscher Andreas Segerer erläutert die Zusammenhänge und zeigt auf, was jetzt passieren muss.

Dazu liefert Eva Rosenkranz viele praxisnahe Tipps, denn jeder kann seinen Beitrag leisten, damit die Welt nicht verstummt – sei es durch einen insektenfreundlichen Garten oder durch Engagement im eigenen Umfeld, etwa durch den Einsatz für ein artenreiches öffentliches Grün.

Selbst etwas tun ist notwendig, denn die Politik hat sich längst von der Agrarindustrie korrumpieren lassen. Gerade erst flatterte uns ein als bildreiches "Beiheft" eines Magazins ins Haus, in dem Bayer die Ungefährlichkeit des über Monsanto ins Haus geholten Glyphosat äußert und dabei auf viele Gutachten verweist. Leider verzichtet der Konzern darauf, dem Leser offenzulegen, dass viele dieser Studien von der Industrie finanziert oder durchgeführt wurden. Und wie heißt es so schön: "Wer zahlt, bestimmt!"

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(c) Magazin Frankfurt, 2018