Negel, Freundschaft

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Negel, Freundschaft

(c) Herder

Was ist Freundschaft? Sind die mehr als 1.000 "Freunde" auf Facebook Freunde im eigentlichen Sinn? Wohl kaum. Oft wird man von Unbekannten im Netz, am Telefon oder bei Kontakten penetrant geduzt, was aber mit Nähe oder Vertrautheit nichts zu tun hat. Umso wichtiger, sich gerade heute wieder klar zu machen, was das eigentlich ist: Freundschaft. Wie kaum ein anderes Thema interessiert der Begriff der Freundschaft Geisteswissenschaftler der verschiedensten Richtungen. Es gibt zum Thema ausführliche Artikel in den großen Zeitungen und auch die Museen widmen sich der Frage immer wieder in Ausstellungen. Keine Frage, dass das Thema auch in Buchform schon auf breiter Basis diskutiert wurde. Was zeichnet Freundschaften aus? Warum ein neues Buch zum Thema?

Der 57-jährige Fundamentaltheologe Joachim Negel, der nach dem Studium der Philosophie und Theologie in Würzburg, Paderborn, Paris, Bonn und Münster, lange Jahre als Dekan des Theologischen Studienjahres Jerusalem an der Abtei Dormitio B.M.V. und Professor an der Universität Fribourg tätig war und ist, geht das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln an: von den griechischen, jüdischen, christlichen Hintergründen über Brieffreundschaften und geistliche Freundschaften bis hin zu Eros und gott-menschlichen Freundschaften. Dabei entdeckt er gerade in der christlichen Kultur- und Frömmigkeitsgeschichte ungeahnte Reichtümer und Schönheiten, aber auch Abgründigkeit: das Melancholische und Verwirrende, das Beglückende und Traurige, das Liebestrunkene und Ruhig-Klare, auch das nicht selten Fordernde und Überfordernde. Es leuchten immer wieder flüchtige Präsenzen eines verloren gegangenen Gottes auf und die Frage, ob und (wenn ja) wie es möglich ist, in postsäkularer Zeit auf reflektierte Weise religiös zu sein. Negel nähert sich in zwanzig Essays dem Thema und betrachtet natürlich auch die religiösen Motive, die in der christlichen Mystik einen Ursprung haben. Negel zeigt darin auch auf wie sich Theorie und Praxis unterscheiden. Statt dem hehren Ideal dient der Begriff heute allzu oft und inflationär verwendet bestenfalls der Darstellung oberflächlicher Interessengemeinschaften, denen es an jeglicher Tiefe fehlt.

Joachim Negel, Freundschaft - Von der Vielfalt und Tiefe einer Lebensform, Herder, Hardcover, 536 Seiten, ISBN 978-3451385957, 45 Euro

Denn die Beziehung zwischen Steve und Charlotte existiert nach wie vor, auch wenn sie es nicht glauben wollen. Die beiden streiten um ihre "Rechte" und müssen von Sandie lernen, dass eine Beziehung nicht aus einem Regelwerk besteht, sondern darin die eigenen Gefühle nicht zu kostümieren, sondern sie zu zeigen. Ab und zu benötigen die beiden Einzelsitzungen, um zu lernen die Muster zu erkennen, nach denen sie uns der Partner sich meist verhalten und damit einen Keil in die Beziehung zu treiben. Nicht immer einfach. Besteht eine Aussicht auf ein besseres Leben in einer neuen Beziehung? Wohl kaum, wenn man es nicht schafft, Fallstricke zu umgehen. Sandie ist schon froh, wenn den beiden endlich aufgeht, warum ein zusätzlicher Stuhl im Raum steht. Manchmal ist es gut, einfach mit der Ehe zu reden und dabei herauszufinden, was ihr auf der Seele liegt. Auch der Leser spielt dabei eine wichtige Rolle, denn er findet sich zum Teil wohl in einen, beiden oder allen drei Protagonisten wieder.

Der 73-jährige Autor John Jay Osborn stammt aus einer wohlhabenden alten Familie. Seine Vorfahren waren unter anderem John Jay, einer der Gründerväter der jungen Vereinigten Staaten, der von George Washington zum ersten Chief Justice of the United States ernannt wurde und der steinreiche Eisenbahn-Magnat Cornelius Vanderbilt. Osborn war neben seiner Tätigkeit als Autor auch Anwalt und Jura-Professor. Schon während seines Harvard-Studiums schrieb er seinen ersten Roman "Paper Chase", der als ""Zeit der Prüfungen" mit Timothy Bottoms und John Houseman verfilmt und mit einem Oscar prämiert wurde. John Jay Osborn lebt im kalifornischen Palo Alto. NB

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(c) Magazin Frankfurt, 2020