Kassabova, Die letzte Grenze

Kassabova, Die letzte Grenze

(c) Zsolnay

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Um die verbotenen Orte ihrer Kindheit zu sehen, unternahm Kapka Kassabova eine Reise in ihre Heimat. Was sie entdeckte, waren Wälder, Gebirge und Landschaften, die ihr Herz stehenbleiben ließen, so schön sind sie. Dort, wo Bulgarien, Griechenland und die Türkei aufeinandertreffen, das alte Thrakien. Bis 1989 war dieses Gebiet eine „verdunkelte, bewaldete Berliner Mauer“. Und jetzt? Sie sieht die Wälder des Strandscha-Gebirges und menschenleere Dörfer in den Rhodopen, sie trifft Schmuggler, Wilderer und ganz normale Leute, die ihr Geschichten erzählen über Liebe und Tod, das Einst und das Jetzt und wie es ist, vom Rand plötzlich in die Mitte der Welt gerückt worden zu sein.

Die 1973 in der bulgarsiche Hauptstadt Sofia geborene Kapka Kassabova wanderte 1989 nach dem Umsturz im kommunistischen Bulgarien mit ihre Familie nach Neuseeland aus, wo sie an der University of Otago französische und russische Literatur und an der Victoria University of Wellington englische Literatur und kreatives Schreiben studierte. 2004 zog sie nach England und wohnt inzwischen in den schottischen Highlands. Anfang 2018 wurde ihr Buch "Border" als „Best travel book of the year“ mit dem Stanford Dolman Award für 2017 ausgezeichnet, das jetzt auch in deutscher Sprache erschien.

Da reicht es die Web-Adresse des Fotos einzugeben, es hochzuladen und auf Knopfdruck zu kolorieren. Klar gesagt werden muss aber, dass die Ergebnisse nicht an die Arbeit von Marina Amaral heran, die manuell einiges mehr an korrekter Farbe aus den Grautönen herauskitzelt. In dem beeindruckenden Buch kolorierte sie mittels digitaler Bildbearbeitung 200 ikonische Bilder aus den Jahren 1850 bis 1960, sodass Schwarz-Weiß-Fotografien zu lebendigen und faszinierenden Farbfotos werden. Berühmte Staatsmänner, wichtige historische Ereignisse ebenso wie die Gesichter gewöhnlicher Menschen zeigen sich uns auf dramatische und unerwartete Weise. Ergänzt werden die Bilder durch informative Begleittexte des Historikers Dan Jones. Von der Zeit Bismarcks bis zum jungen Nelson Mandela, von der ersten Weltausstellung bis zur Epoche der Raumfahrt – Die Welt von gestern in Farbe bietet einen einzigartigen und oft wunderschönen neuen Zugang zur modernen Geschichte.

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(c) Magazin Frankfurt, 2018