Franck, Gesunder Garten durch Mischkultur

Franck, Gesunder Garten durch Mischkultur

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Die Idee der Mischkultur ist nichts Neues, denn man kann sie der Natur abschauen, in der es ebenfalls keine Monokulturen gibt. Dort finden sich Pflanzenarten zusammen, die sich gegenseitig positiv beeinflussen und gut an die Bedingungen ihres Standortes angepasst sind. Im Prinzip gehören auch die Insekten und andere Tiere dazu, die eine Lebensgemeinschaft bilden. In früheren Jahrhunderten hat dies auch der Mensch gewusst und in alten Bauerngärten Gemüse in Mischkultur angepflanzt, nachdem man herausfand, welche Pflanzen gut miteinander harmonieren und sich eventuell gegenseitig fördern - und welche nicht. Das war weltweit der Fall. Schon die Mayas Mexikos pflanzten Mais, Bohnen und Kürbisse zusammen an. So konnten die die Bohnen am Mais hochranken und den Boden mit Stickstoff anreichern, ohne dass sich ihr Wurzelwerk verheddert, da Mais flach und die Bohne tief wurzelt. Den Kürbis hatte man im Verbund, da er mit seinen großen Blättern den Boden beschattete und so vor Austrocknung schütze und zudem lästiges Unkraut unterdrückte. Das kann man auch bei uns anbauen.

Die 1996 hochbetagt verstorbene Gertrud Franck gilt in Deutschland als eine wichtige Pionierin des Biogartens. Ein bisschen ist es wie bei den Menschen. "Alle Pflanzen leben miteinander und voneinander", sagte sie und entwickelte in ihrem ein Hektar großen Guts- und Versuchsgarten bei Schwäbisch-Hall ihr eigenes Mischkultursystem. Ihre Forschungsarbeit war und ist die Basis für alle späteren Veröffentlichungen zum Thema Mischkultur. "Ihr Mischkulturbuch war im Buchhandel lange vergriffen und auch antiquarisch kaum aufzutreiben", erinnert sich die Herausgeberin Brunhilde Bross-Burkhardt, die von der Seniorin einst damit betraut wurde, ihr Mischkultursystem weiter in die Öffentlichkeit zu tragen.

"Ihr Werk erschein vierzig Jahre nach seinem Erscheinen immer noch modern und zeitgemäß, weil es dazu auffordert, auch im Garten in Zusammenhängen zu denken und danach zu handeln."

Das Buch zeigt, wie man mit Mischkultur gesunde, kräftige Pflanzen und hohe Ernteerträge auch auf kleiner Fläche in Einklang bringen und realisieren kann. Mit dem nach seiner letzten Auflage im Jahr 1991 endlich wieder lieferbaren, unerreichten Standardwerk gelingt dem Leser und der Leserin die Umsetzung problemlos. Die Informationen darin basieren auf den jahrzehntelangen Versuchen und Beobachtungen in ihrem Garten, die Gertrud Franck als Pionierin des biologischen Gartenbaus entwickelte, um nachhaltig und ressourcenschonend zu gärtnern. Mit ihrer Hilfe schaffen Sie in Ihrem Garten ein geschlossenes System, das sich nahezu aus sich selbst heraus erhält. Im Mittelpunkt des Buchs steht dabei ein Gartenplan, der die Wechselbeziehungen sowie die Verträglichkeit der Gemüsearten untereinander berücksichtigt – die perfekte Grundlage eines gesunden Biogartens!

Mischkulturen bringen einige Vorteile mit sich, denn sie helfen, Platz zu sparen. Die Pflanzen mit ihrer unterschiedlichen Wurzeltiefen verbrauchen Nährstoffe aus unterschiedlichen Bodenschichten. So kann man eine Vielzahl von Gemüsearten auf kleinem Raum anbauen, ohne eine Konkurrenz um die Nährstoffe zu erzeugen. Weil die unterschiedlichen Gemüse zudem unterschiedliche Nährstoffe brauchen, kann man so einer Bodenmüdigkeit vorbeugen. Die dichtere Bepflanzung beschattet zudem den Boden und hilft, den Wasserhaushalt zu regulieren und unerwünschtes Unkraut zu vermeiden. Mit Duftstoffen wehren die unterschiedlichen Pflanzen auch gegenseitig Schädlinge ab oder fördern sich gegenseitig in ihrem Wachstum. NB

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(c) Magazin Frankfurt, 2018