Creemers/de Wijs, Happy Campers - Glück auf Rädern

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Creemers/de Wijs, Happy Campers

(c) Bruckmann

Das man gar nicht viel neue Technik und kostspielige Wohnmobilität benötigt um glücklich zu sein, beweist diese Ode an den Camper-Lifestyle mit mehr als 45 speziellen und coolen Caravans. Darin findet der Campingfreund alles von Over-the-Top-Pimped bis stilvoll restauriert. Eine Fundgrube mit jeder Menge Inspiration für alle, die über den Ausbau und die Einrichtung ihres Wohnwagens nachdenken. Die beiden Niederländerinnen Marijn de Wijs und die kürzlich verstorbene Bloggerin Femke Creemers haben für ihren Bildband eine ganze Reihe liebevoll und manchmal aufwendig aufgemöbelter Wohnwagen gesammelt und sie zur Hommage an kreativen Camper zusammengestellt.

Es sind nicht die banalen Gefährte, die es den Autorinnen angetan haben und die bei vielen Kreativen als Weißware oder Jogurtbecher abgetan werden, wenn sie von der Stange kommen und in der typischen Bauweise errichtet sind - weiß wie alle frühen Kühlschränke, Waschmaschinen oder eben Wohnwagen und Wohnmobile. Nicht alle 43 mit ihren Bewohnern präsentierten Bleiben sind dabei klassische Wohnwagen. Glen Hermans und Yvonne de Yong bauten sich beispielsweise einen alten Bauwagen zur sommerlichen Bleibe um und Lieke van Gorp und Peter Hermeling bauten sich einen stationären Wohnwagen als Strandlodge aus, Annemarie und Xander einen alten Zirkuswagen, andere einen LKW-Aufleger und bei den Jassies war es gar eine mongolische Jurte, die sie zur nicht ganz caravanen Bleibe erkoren.

Bei der Lektüre der kurzen Texte merkt man schnell, dass die Caravaning-Liebhaber wenig mit der Abnahme von Stangenware am Hut haben. Bei allen Unterschieden haben alle gebrauchte und manchmal stark in die Jahre gekommene Wohnwagen als Ausgangsmaterial genommen, die sie mit viel Liebe individuell verwandelten. Jeder gemäß den ihm oder ihr zur Verfügung stehenden Mitteln. Gerade das Zurückversetzen alter Wohnwagen in den ursprünglichen Zustand ist wegen der Originalteile ein langwieriger und oft teurer Prozess. Wer - wie die meisten - nicht auf den Originalzustand wert legte, hat das alte Original oft massiv verändert und gemäß dem eigenen Geschmack hergerichtet. Zwar strotzt das Buch nur so von lustmachenden Bildern, doch manchmal würde man sich von den Besitzern der Wohnwagen mehr Tipps für eigene Umbauten wünschen, so wie es der junge Mathis Ochsenmeyer in seinem Buch Mein Bulli-Projekt getan hat, doch wer mag kann sicherlich bei den Besitzern nachfragen. Viele Kontakte und die Locations finden sich am Ende des Bandes.

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(c) Magazin Frankfurt, 2020