Mamet, Chicago

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Es ist schon eine Weile her, dass David Mamet seinen letzten Roman geschrieben hat. Dabei sind die Arbeiten des 70-jährigen US-Amerikaners jüdischer Herkunft, dessen Stil oft mit dem Harold Pinters verglichen wird und der sich auch als Regisseur einen Namen gemacht hat, sehr erfolgreich. Mancher erinnert sich noch an die grandiosen Drebücher des jungen David Mamet für "Wenn der Postmann zweimal klingelt" oder "Die Unbestechlichen". Für das Drehbuch von "Verdicct" und "Wag the Dog" erhilt er sogar Oscar-Nominierungen, für "Glengarry Glen Ross" den Pulitzer Prize.

In seinem neuen Buch führt er den Leser zurück ins Chicago der Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts, als Gangs die gesamte Stadt kontrollierten und sich erbitterte Kämpfe um ihr Territorium lieferten. Mittendrin Kriegsveteran Mike Hodge, der Lokalreporter der Chicago Tribune. Dabei könnte Mike vortrefflich darüber streiten, ob nicht die größeren Ganoven doch im Rathaus oder bei der Polizei sitzen.

Er weiß viel und hat sich mit allen Mächtigen schon angelegt. Als seine Geliebte Annie Walsh vor seinen Augen ermordet wird, ist ihm klar, dass ihm dadurch eine Lektion erteilt werden soll. Aber von wem? Mike schwört, Annies Tod zu rächen. Und so begibt er sich auf Spurensuche in der Chicagoer Unterwelt … Mamets rasanetn Dialoge sind atemberaubend und es gelingt ihm immer wieder den Leser präzis und naturalistisch an die Schauplätze der Handlung zu führen, fast so, als hätte er sie selbst noch erlebt. Einige seiner Figuren mischt er dabei geschickt mit realen Figuren der Epoche und immer wieder die in seinem typischen Stil hinterfragten Fragen nach Ehre, Rache und Hingabe.

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Mamet, Chicago

(c) HarperCollins

(c) Magazin Frankfurt, 2018