Bargh, Vor dem Denken

Bargh, Vor dem Denken

(c) Droemer

Der 62-jährige John Bargh ist weltweit renommiert und preisgekrönt für seine Forschungen in der Psychologie an der Yale University. Dort leitet er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory, dessen Fokus auf der Erforschung automatische und unbewusste Prozesse liegt, die unser Sozialverhalten beeinflussen. Oft geht es dabei um den freien Willen. Jetzt ist sein vergangenes Jahr erschienenes wegweisendes Standardwerk das Unbewusste auch in Deutsch erhältlich. Bargh zeigt, dass unsere Gefühle, unser Denken und unser tägliches Verhalten durch verborgene mentale Prozesse gesteuert werden – weit mehr, als wir bislang vermutet haben.

Warum steckt bereits in den Köpfen von fünfjährigen Mädchen die Überzeugung, sie könnten kein Mathe? Was hat das Wetter mit den Börsengeschäften zu tun?

Wann können wir uns auf unser Bauchgefühl verlassen? Bargh präsentiert die Summe seines Wissens nach 40 Jahren intensiver Forschungstätigkeit zum Unbewussten. In zahlreichen verblüffenden Experimenten entlarvt er es als einen enorm schnellen, effektiven und unermüdlichen Arbeitsmodus unseres Geistes, der parallel zum Bewusstsein existiert. Ziel: Unser Überleben sichern. So steuern Prägungen aus der Vergangenheit, das gegenwärtige Bauchgefühl und Ziele für die Zukunft unser tagtägliches Verhalten, bevor das Denken überhaupt einsetzt. Dem freien Willen des Menschen sind damit enge Grenzen gezogen. Doch Bargh verrät, wie wir trotzdem ungewollte Handlungsmuster vermeiden und das Unbewusste überlisten können. Eine spannende und anregende Reise in unser Selbst.

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(c) Magazin Frankfurt, 2018