Alvar Aalto, Second Nature im Vitra Design Museum

Der 1898 geborene und 1976 gestorbene finnische Architekt und Designer Alvar Aalto gilt als einer der führenden Vertreter organischer Gestaltung im vergangenen Jahrhundert. Mit ihren natürlichen Materiaien und den skulptural geschwungenen Formen faszinieren seine Bauten bis heute die Menschen. Für das Sanatorium in Paimio entwarf er 1932 den ersten hölzernen Freischwinger und seine vier Jahre später entworfene assymetrisch-wellige Savoy oder Aalto-Vase gilt heute als das Symbol finnischen Designs schlechthin. Noch bis zum 1. März 2015 können Architektur- und Designfans die Werke Aaltos in einer Ausstellung im Vitra Design Museum in Weil am Rhein sehen. Sie gibt einen umfassenden Einblick in das Werk des Magus des Norden, wie ihn der Architekturkritiker Sigfried Giedion nannte, präsentiert seine wichtigsten Bauten, Möbeln und Leuchten und forscht den Inspirationen nach, die sein Werk prägten. Insgesamt schuf Aalto zwischen den 1920er und 1970er Jahren über 400 Gebäude sowie dutzende Designobjekte.

Schlüsselthemen der Aussstellung sind sein Dialog mit Künstlern wie Arp, Calder oder Moholy-Nagy, seine intensiven Verbindungen ins Ausland, seine Auseinandersetzung mit dem rationalen Bauen und die Suche nach einer Gestaltung, die den Menschen ins Zentrum stellt. Auch die Höhepunkt seines Spätwerks, wie die Finlandia Hall in Helsinki (1975), die kurz vor seinem Tod vollendet wurde oder das Essener Opernhaus, das posthum verwirklicht und 1988 eröffnet wurde.

(c) Magazin Frankfurt, 2017