The Last Will and Testament of Rosalind Leigh

Antiquitäten-Sammler Leon (Aaron Poole) erbt nach dem Selbstmord seiner Mutter Rosalind Leigh (Vanessa Redgrave) das Haus der Verstorbenen und entdeckt, dass sie das Anwesen als eine Art Schrein für einen mysteriösen Engelskult genutzt hat. Überall findet er seltsame Relikte. Vor Jahren hat er seiner Mutter und dem Haus den Rücken gekehrt, hatten ihn die merkwürdigen Ereignisse dort verängstigt. Bald keimt in ihm der Verdacht auf, dass ihr Geist noch immer in den Zimmern des Hauses verweilt und versucht, ihm eine wichtige Botschaft zu übermitteln. Inmitten der alten Artefakte und Antiquitäten kehren die Erinnerungen zurück, die er längst verdrängt hatte und er fragt sich nicht nur, welche Geheimnisse das Haus verbirgt, sondern beginnt an seiner eigenen Existenz zu zweifeln. Unheimlich spannend und wunderbar atmosphärisch ist der Film ein Lehrstück in Sachen Gänsehaut-Grusel. Bis ins letzte Detail durchdacht gelingt es ihm meisterhaft, ein wohliges Schaudern fern von Effekthascherei zu erzeugen und hebt sich damit wohlwollend aus der Masse der heutigen Genre-Filme ab.

(c) Magazin Frankfurt, 2020