No Escape

Ingenieur Jack Dwyer (Owen Wilson) zieht mit seiner Frau Annie (Lake Bell) und seinen zwei kleinen Töchtern ins ferne Südostasien, um dort für ein US-Unternehmen die Förderung und Produktion von Trinkwasser zu optimieren. Beim Ausflug auf den lokalen Markt gerät er in eine heftige Straßenschlacht zwischen Aufständischen und der Polizei. Als die ersten Schüsse fallen, eskaliert die Situation und Jack versucht verzweifelt, sich in Sicherheit zu bringen. Auf dem Weg zurück zu seiner Familie, wird er Augenzeuge einer skrupellosen Hinrichtung. Die Rebellen sind gerade dabei, einige unschuldige Ausländer zu exekutieren, als sie Jack entdecken. Nun wird er selbst zum Gejagten und kann sich nur in letzter Sekunde ins Hotel retten, das bereits von schwer bewaffneten Männern gestürmt wurde. Der Aufstand entpuppt sich schnell als ausgewachsener Staatsputsch und Jack versucht mit allen Mitteln seine Familie in Sicherheit zu bringen. Da taucht der geheimnisvolle Regierungsagent Hammond (Pierce Brosnan) auf, der der Familie auf dem Weg durch das Chaos nicht nur einmal das Leben rettet, während die Stadt nach und nach in Anarchie versinkt.

Das neueste Werk der Brüder John Erick und Drew Dowdle, die sich mit Filmen wie „Quarantäne“ und Devil“ vor allem im Horrorgenre einen Namen gemacht haben entstand als Actionfilm in Zusammenarbeit mit der thailändischen Regierung. Doch da er in einem fiktiven südostasiatischen Land spielt, achtete die Crew akribisch darauf, dass Thailand als Land nicht erkennbar ist. Durch die wachsenden Unruhen und die politische Instabilität, vor allem im Nahen Osten, behandelt der Film ein brandaktuelles Thema. Wir selbst waren 2011 zum Ausbruch der Revolution bei einem Marathon in Ägypten, als nach und nach das Internet gekappt, Poitiker entmachtet und Flüge gestrichen wurden und konnten das Land nach einer abenteuerlichen Überlandfahrt in bewaffneten Jeeps verlassen, Auch damals kamen Hunderte von Menschen ums Leben, aber es kam nicht zum Äußersten.

Der Film formuliert den schlimmstmöglichen Ausgang einer Eskalation in einem Krisenland. Die Inspiration zog Dowdle aus einem Erlebnis im Jahre 2006, als die thailändische Regierung kurz vor einer Thailandreise Dowdles durch ein Militärputsch gestürzt wurde, der zwar unblutig verlief, ihn aber zum Nachdenken über die Konsequenzen im schlimmsten Fall anregte.

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(c) Magazin Frankfurt, 2020