...irre sind männlich

Nachdem er wieder Single ist, lässt sich Daniel (Fahri Ogün Yardim) von seinem Kumpel Thomas (Milan Peschel) überreden, wieder auf Eroberungen aus zu sein. Dafür denken sie sich eine ganz eigene Masche aus, um Frauen zu verführen: Sie schleichen sich in Therapiegruppen ein und präsentieren erfundene Probleme und Psychosen, um die Mädels zu erobern. Zunächst sind sie erfolgreicher, als sie erwartet haben, doch dann werden aus den Pseudo-Problemen richtige: Sylvie (Marie Bäumer), die sie auf einem Wochenend-Workshop bei Schorsch Trautmann (Herbert Knaup) kennenlernen, durchschaut den Schwindel und spielt ihr Wissen als Trumpfkarte aus. Sie droht den Therapie-Crashern, sie auffliegen zu lassen. Das würde auch ihre Chancen bei der hübschen Bernadette (Peri Baumeister) zunichte machen - und das wollen die beiden nicht zulassen...

Nicht nur Latein-Schüler und „Asterix“-Fans kennen die Redensart „Irren ist menschlich“. Jetzt präsentiert Anno Saul (Kebab Connection) seine ziemlich unromantische Komödie mit leicht abgewandelten Titel. Gleich macht er deutlich, dass ein gewisser Wahnsinn zu erwarten ist und tatsächlich so gut wie jeder einen kleinen Dachschaden hat. Das recht provokante Lustspiel über fragwürdige Dating-Rituale und Therapiewahn versprricht allerdings nur wenige lichte Momente und viele billiger Pointen, uncharmante Überspitzungen und oberflächliche Figuren.

(c) Magazin Frankfurt, 2017