Eddie the Eagle - Alles ist möglich

Seit seiner Kindheit träumt der Brite Michael „Eddie“ Edwards (Taron Egerton) davon, einmal an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Nachdem er sich erfolglos an verschiedenen Sportarten versucht hat, wird Ende der 1980er Jahre sein Interesse für das Skispringen geweckt, dem er sich trotz fehlender Erfahrung schließlich immer intensiver widmet. Um sich gebührend auf eine mögliche Olympia-Teilnahme vorzubereiten, nimmt er an einigen internationalen Wettbewerben teil, bei denen er schließlich auch das Ex-Ski-Ass Bronson Peary (Hugh Jackman) kennenlernt. Dieser kann Eddies klägliche Versuche, sich selbst das Skispringen beizubringen, nicht mit ansehen und nimmt den Anfänger fortan unter seine Fittiche. Unter seiner Anleitung setzt Eddie mit wenig Talent, aber umso mehr Ehrgeiz alles daran, seinen Traum von Olympia endlich Wirklichkeit werden zu lassen.

Manche Filme sind so unglaublich, dass sie einfach wahr sein müssen, wenn man den Drehbuchautoren nicht Wahn attestieren möchte.

Die Geschichte von Paul Potts gehört dazu, der durch einen Auftritt bei Britain's Got Talent, die es selbst in die internationale Telekom-Werbung schaffte, seinen Traum von einer Karriere als Operntenor verwirklichen konnte. Doch Potts konnte zumindest gut singen, bei der Geschichte des Skispringers Michael „Eddie“ Edwards, der es gegen alle Widerstände zu den Olympischen Spielen schaffte, war es mehr die Kuriosität und der Durchhaltewillen, der den wenig geeigneten und wenig talentierten schwer kurzsichtigen Handwerker, der als Kind gehbehindert war, erst einmal erlaubte bei Olympia an den Start zu gehen und dann mit seinen Leistungen am unteren Ende der Rangliste die Kollegen von den Medien faszinierte. Dexter Fletcher inszeniert diesen steinigen Weg des „Great British Loser“ in der launigen Feel-Good-Komödie, in der Edwards nicht als Lachnummer, aber als Underdog präsentiert wird, der seinen kurzen Ruhm seiner grenzenlosen Beharrlichkeit verdankt. Am 30. September 2016 kommt der Film als DVD und Blu-ray in den Handel.

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(c) Magazin Frankfurt, 2020