'71 - Hinter feindlichen Linien

Belfast im Jahr 1971 - Überraschend wird die Einheit des jungen englischen Soldaten Gary nach Nordirland beordert, um dort die örtliche Polizei bei einem Routineauftrag zu unterstützen. Gleich der erste Einsatz gerät aber völlig außer Kontrolle. Von seinen Kameraden getrennt, muss Gary vor den aufgebrachten Iren um sein Leben rennen. Nur durch die Hilfe einiger Einwohner erhält er die Chance, zu überleben und zu seiner Einheit zurückzukehren. Allerdings wird er bei einem Bombenattentat schwer verletzt und findet Unterschlupf bei einer katholischen Familie. Und doch ist er noch nicht in Sicherheit: Die IRA ist ihm bereits dicht auf den Fersen.

Die Geschichte basiert auf der Realität. Im Februar 1971 wurde in Nordirland der erste britische Soldat erschossen. Ab diesem tödlichen Wendepunkt des Konflikts waren Schießereien zwischen der Irish Republican Army und den englischen Soldaten an der Tagesordnung. Bis heute starben bei dem historischen Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken mehr als 3.500 Menschen, die Mehrzahl davon Zivilisten. Yann Demange, der zuvor durch die Regie von TV-Serien bekannt wurde, katapultiert in seinem ersten Kinofilm den jungen englischen Soldaten ebenso unverhofft in diesen blutigen Konflikt hinein wie den Zuschauer. Auf der Berlinale wurde er 2014 für den Goldenen Bären nominiert. Ein sehenswerter und intensiver Action-Thriller, der unter die Haut geht.

(c) Magazin Frankfurt, 2017