Wieczorek, Mensch - Natur - Katastrophe: Von Atlan

Nahezu täglich erreichen uns Bilder und Berichte von Katastrophen aus aller Welt. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Tsunamis, Überschwemmungen oder Stürme. Naturereignisse prägen seit jeher Kultur und Gesellschaft - vom bronzezeitlichen Vulkanausbruch auf Santorin über die Erdbeben in Lissabon 1755 und San Francisco 1906 bis hin zum Tsunami und Nuklearunfall in Japan 2011. In manchen Regionen prägen sie auch heute den Alltag der Menschen. Der reich bebilderte Katalog, der zur gleichnamigen Ausstellung, die bis zum 1. März 2015 in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen zu sehen ist, zeichnet an Beispielen aus über 3.500 Jahren den menschlichen Umgang mit Naturkatastrophen nach.

Zwischen dem mythischen Untergang von Atlantis und der schwer greifbaren Bedrohung durch den Klimawandel, zwischen einem Vulkanausbruch im bronzezeitlichen Griechenland und den politischen "Nachbeben" von Hurrikanen und Tsunamis im 21. Jahrhundert – extreme Naturereignisse stellen menschliche Gemeinschaften vor immer neue Fragen: nach der Verantwortung gegenüber der Umwelt, nach den richtigen Maßnahmen zur Hilfe und Vorbeugung und nicht zuletzt nach der Deutung einer so plötzlichen wie gewaltsamen Erfahrung.

(c) Magazin Frankfurt, 2018