Roth, der tiefe Staat

Wo dubiose Absprachen und schattenhafte Institutionen beginnen, endet unsere Demokratie. Der Bestsellerautor Jürgen Roth ist einer der bekanntesten investigativen Journalisten unseres Landes und deckt verborgene Netzwerke auf: einen »tiefen Staat«, wie so etwas in der Türkei genannt wird, inmitten von Deutschland, in dem Geheimdienstagenten und Politiker mit Kriminellen zusammenwirken. Dabei agieren sie außerhalb jeglicher Legalität und sind für keine parlamentarische Kontrolle zu fassen – schattenhafte Strukturen, nicht besser als in den den den Akteuren belächelten Bananenstaaten und Diktaturen, die dringend ans Licht gebracht werden müssen.

Zunehmend zeihnet sich auch in der öffentlichen Diskussion eine bedenkliche Schnittmenge zwischen nationalkonserativen Politikern, rechtspopulistischen Bewegungen und rechtsradikalen Organisationen ab, deren Protagonisten sich immer erfolgreicher in den politischen und gesellschaftlichen Vordergrund schieben.

Dabei fragt sich Roth: Gibt es einen Staat im Staat? Gibt es verborgene Strukturen, die ihre eigenen Ziele verfolgen? Die jüngsten Erkenntnisse im NSU-Prozess lassen ein geheimes Geflecht rechtsextremer Verbindungen erahnen, das die staatlichen Institutionen durchzieht. Doch auch bei Kinderhandel und Zwangsprostitution ist es kaum besser. Welche Rolle spielen dabei die bundesdeutschen Geheimdienste? Herrscht eine stille Komplizenschaft zwischen antidemokratischen Gruppen und öffentlichen Behörden? Es sind solche Entwicklungen, aus denen der zunehmende Vertrauensverlust der Bürger in eine staatliche Politik resultiert, deren Motive und deren Handeln immer intransparenter werden.

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(c) Magazin Frankfurt, 2018