Reinert, Warum manche Länder reich und andere arm

Der Norweger Erik S. Reinert aus Oslo studierte an der Uni St. Gallen Ökonomie, hat einen MBA von Harvard und einen Ph.D. von Cornell. Während seiner Universitätszeit lebte er in Peru, baute eine Farbmusterkarten-Firma in Italien, Norwegen und Finnland auf und übernahm danach verschiedene Tätigkeiten für norwegische Thinktanks. In seinem Buch fragt er sich, warum ein Land zur Wirtschaftsmacht aufsteigt? Sind Freihandel und Globalisierung die Allheilmittel? Was ist die Ursache für die europäische Währungskrise? Bei seiner Reise durch die Wirtschaftsgeschichte von den mächtigen Stadtstaaten der Renaissance bis zum aktuellen Aufstieg Chinas und Südkoreas kommt er dabei zu erstaunlichen Antworten.

Er zeigt, wie der Aufstieg von England, USA und Deutschland zu führenden Industrieländern gelingen konnte, und dass das rasante Aufholen der asiatischen Länder auf denselben Prinzipien beruht. Dabei greift er auch auf fast vergessene Ökonomen wie Schumpeter und List zurück und zeigt die Irrwege der aktuellen Wirtschaftstheorie und „Verfallsaspekte“ des Westens prägnant auf. Doch das wichtigste sind eigentlich die sich daraus ergebenden Lösungswege aus der europäischen Währungskrise jenseits von Rettungsschirmen.

(c) Magazin Frankfurt, 2018