McBride, Verrückte Tagebuch des Henry Shakleford

Auch im Mittleren Westen der USA ist Mitte des 19. Jahrhunderts die von Europa aus relgiösen und weltanschalichen Motiven gestartete Abolition-Bewegung längst angekommen, die das Ende der Sklaverei fordert. In Kansas, wo der junge Sklave Henry Shackleford lebt, tobt der Krieg zwischen überzeugten Sklavenhaltern und bibeltreuen Abolitionisten besonders wüst. John Brown ist einer derjenigen, die beseelt davon sind, Gottes Willen durchzusetzen und die Schwarzen in die Freiheit zu führen. Als er zufällig in einer Kneipe auf Henrys grausamen Master trifft – einen weithin bekannten und berüchtigten Sklavenhalter –, kommt es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung, in deren Folge beide fliehen müssen: sowohl John Brown als auch der junge Henry, der irrtümlicherweise für ein Mädchen gehalten wird und schnell begreift, dass dies seine Vorteile hat …

Es gibt wohl kaum jemanden, der das Lied "John Brown's Body" nicht kennt und der nicht schon einmal den Refrain "Glory, glory, Hallelujah!" geschmettert hätte, das damals der Lieblingsmarsch der Unionstruppen im wenig später stattfindenden Bürgerkrieg. James McBride – Autor, Musiker, Drehbuchschreiber, Journalist – wurde weltberühmt durch seinen autobiografischen Roman "Die Farbe von Wasser", der inzwischen als Klassiker in den Vereinigten Staaten gilt und zwei Jahre lang auf der New York Times Bestsellerliste stand. Sein Debüt "Das Wunder von St. Anna" wurde vom Kultregisseur Spike Lee verfilmt und für das vorliegende Buch erhielt McBride den renommierten National Book Award.

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(c) Magazin Frankfurt, 2024