Lorenz/Stark, Menschen und Bienen

Dass die Bienen sterben ist schon seit einigen Jahren in aller Munde. Nicht jeder nimmt das Problem ernst, doch es geht nicht nur um den Honig für das Frühstücksbrötchen. Wenn die Bienen sterben, so die Befürchtung, dann ist auch die Zukunft der Menschheit gefährdet. Denn Bienen sichern durch ihre Blütenbestäubung eine Vielzahl menschlicher Nahrungsmittel und unsere ökologischen Existenzgrundlagen. Dabei erfreuen sich Honigbienen auch großer Sympathien und die Bienenhaltung wird immer beliebter. Die Sorge um und für die Bienen wird zur Suche nach nachhaltigen, „summenden“ Alternativen in der Landwirtschaft, in der Stadt und im menschlichen Umgang mit Natur allgemein. Das Buch versammelt Diskussionsbeiträge aus verschiedensten Wissenschaftsdisziplinen, aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft.

So bietet es vielfältige Perspektiven zu den zentralen Fragen: Inwiefern sind Bienen heute gefährdet? Was bedeutet das für Menschen – und Bienen? Welche Konsequenzen sollten daraus gezogen werden? Der Herausgeber Stephan Lorenz ist gelernter Landschaftsgärtner, hat sich dann in Soziologe promoviert und habilitiert und forscht und lehrt zu sozioökologischen Themen. Unter anderem leitet er ein Forschungsprojekt zur Bienengefährdung am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die Soziologin Kerstin Stark hat sich auf die Forschungsgebiete Umwelt und Stadt- und Raumentwicklung spezialisiert. Sie promoviert gerade mit einem Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung an der Universität Kassel zur Energiewende und zu nachhaltiger Mobilität.

(c) Magazin Frankfurt, 2018