Leciejewski, Caprichos

Vor zwei Jahren startete Klaus Leciejewski seinen Blog „LiterarischeGedanken“, auf dem er zweimal wöchentlich kleine Geschichten, Gedankensplitter und Alltagsbeobachtungen publizierte. Für dieses Buch hat er seine Texte behutsam korrigiert, einige weggelassen und einige neu geschrieben. Die Anregung zum Titel stammt aus der gleichnamigen Graphikserie von Francisco Goya, die er seit über vier Jahrzehnten immer wieder erneut mit Ehrfurcht betrachtet. Zumeist wird dieser Begriff für spontane Einfälle oder auch für Launen verwendet. Teilweise trifft dies auch auf die „Caprichos“ von Goya zu, aber insgesamt ist die aus einem Buch über Goya stammende Charakterisierung als „Verborgene Wahrheit“ in seinem Verständnis treffend. Eine weitere Übersetzungsmöglichkeit hat er auch für dieses Buch verwendet: Eigensinn!

Seit vielen Jahren hängt über seinem Bett das Capricho „Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer“ in drei Varianten von Goya. Er hofft, dass diese Doppelbödigkeit auch in einigen seiner Caprichos zu erkennen ist. Klaus D. Leciejewski hat in Leipzig und Berlin Philosophie und Geschichte studiert. Er hat an zahlreichen Hochschulen gelehrt, war Direktor einer Großbank und geschäftsführender Gesellschafter einer Unternehmensberatung mit dem Schwerpunkt Headhunting. Seit fünf Jahren arbeitet er nur noch als Publizist und Journalist. In diesem Jahr hat er bereits das Buch "Die 25 Besten – Die Spitze der deutschsprachigen Kochkünstler" herausgebracht.

(c) Magazin Frankfurt, 2018